Grundstücksmarktbericht 2019: Viele Hausverkäufe in Wermelskirchen

Grundstücksmarktbericht 2019 : Viele Hausverkäufe in Wermelskirchen

2018 wurden im Rheinisch-Bergischen Land weniger Grundstücke veräußert als im Vorjahr. Wermelskirchen blieb jedoch führend bei Ein- und Zweifamilienhäusern. Sie wechseln besonders häufig innerhalb der Stadt den Besitzer.

Grundstücke im Rheinisch-Bergischen Land blieben 2018 begehrt. Zwar fiel die Zahl der Verträge für Bauland, Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser und Eigentumswohnungen leicht auf 2109 (2017: 2167). Allerdings stieg der Geldumsatz um fast zehn Prozent von 447 Millionen auf rund 493 Millionen Euro. Das geht aus dem Grundstücksmarktbericht 2019 des Gutachterausschusses für den Rheinisch-Bergischen Kreis hervor.

„Der Grundstücksmarktbericht zeigt deutlich, dass der Rheinisch-Bergische Kreis weiter ein attraktiver Wohnstandort ist und die Menschen hier gerne wohnen“, sagt der Vorsitzende des Gutachterausschusses, Jörg Wittka. Der Grundstücksmarktbericht umfasst das gesamte Kreisgebiet mit Ausnahme der Stadt Bergisch Gladbach, für die ein eigener Gutachterausschuss bestellt ist.

Einen deutlichen Rückgang gab es bei den verkauften Baugrundstücken für Ein- und Zweifamilienhäuser. Die Anzahl sank von 223 auf 184 (- 17 Prozent). Die Bodenpreise stiegen um zehn Prozent, die Geldumsätze blieben stabil bei rund 30 Millionen Euro. Die meisten Baugrundstücke wurden in Kürten (50) verkauft, in Wermelskirchen waren es 29. Am teuersten war ein Baugrundstück in einer guten Wohnlage in Rösrath mit durchschnittlich 410 Euro pro Quadratmeter. Am günstigsten war der Quadratmeter für ein voll erschlossenes Grundstück in Kürten (235 Euro), dicht gefolgt von Wermelskirchen (240 Euro).

Auch bei den Verkäufen von Ein- und Zweifamilienhäusern gab es einen leichten Rückgang um vier Prozent bei den Vertragsabschlüssen – 756 statt 791 im Vorjahr. Die Umsätze stiegen hingegen leicht auf 219,2 Millionen Euro (2017: 216,3 Millionen). Die Preise für gebrauchte freistehende Häuser stiegen um rund acht Prozent, für Doppelhaushälften um rund neun Prozent. Die meisten Verkäufe gab es wie im Vorjahr in Wermelskirchen (139). 2017 waren es allerdings noch 148.

2018 wurden kreisweit 573 Eigentumswohnungen verkauft (2017: 610). In diesem Bereich sank auch der Umsatz von rund 97,7 Millionen auf 93,6 Millionen Euro, ein Minus von rund vier Prozent. Die Preise für wiederverkaufte Eigentumswohnungen stiegen um fast elf, für neu errichtete um rund zehn Prozent.

Gerade in Wermelskirchen war der Anteil der Hauskäufer aus der eigenen Stadt besonders groß. Von den 134 privaten Käufern, die in der Stadt 2018 ein Ein- oder Zweifamilienhaus erwarben, kamen 96 aus Wermelskirchen selbst. Ein deutlicher Unterschied zu den meisten übrigen Kommunen im Rheinisch-Bergischen Kreis, wo häufig mehr als die Hälfte der Hauskäufer von außerhalb kamen.

Auf den Kreis bezogen (ohne Bergisch Gladbach) kamen 61 Prozent der privaten Käufer von Baugrundstücken, Häusern sowie Wohnungs- und Teileigentum aus den Städten und Gemeinden des Kreises. Das machte einen Anteil von 1160 Geschäften aus. Jeweils sieben Prozent der neuen Besitzer kamen aus Bergisch Gladbach und Leverkusen, elf Prozent aus Köln.

Erstellt wurde der Grundstücksmarktbericht 2019 vom Gutachterausschuss für Grundstückswerte im Rheinisch-Bergischen Kreis, dessen ehrenamtliche Mitglieder von der Bezirksregierung Köln bestellt werden. Der vollständige Bericht steht unter www.boris.nrw.de kostenfrei zur Verfügung.

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