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Neue Frauenarztpraxis eröffnet Ende Mai

Medizinische Versorgung in Wermelskirchen : Neue Frauenarztpraxis eröffnet Ende Mai

Das Medizinische Versorgungszentrum am Schwanen bekommt auch eine Gynäkologie. Chefarzt Dr. Stephan Ganz, Fachärztin Anna Slutschanski und Oberarzt Walid Jdeed bieten dann dort Vor- und Nachsorgeuntersuchungen an.

Das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) am Schwanen rüstet auf: Am Donnerstag, 27. Mai, eröffnet dort eine neue gynäkologische Praxis, in der sich drei Ärzte aus der Gynäkologie des Krankenhauses Wermelskirchen um die Patientinnen kümmern. Neben Chefarzt Dr. Stephan Ganz wechseln sich künftig auch Oberarzt Walid Jdeed und Fachärztin Anna Slutschanski mit dem Dienst im Krankenhaus und in der Praxis im MVZ ab. Während Anna Slutschanski, die bereits seit 2012 als Fachärztin für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Krankenhaus arbeitet und damals „auch noch vielen Babys auf die Welt geholfen hat“, wie sie lächelnd verrät, ab Ende Mai 50 Prozent ihrer Zeit in der neu eingerichteten Praxis arbeiten wird, teilen sich die beiden Ärzte die restliche Zeit unter sich auf.

„Wir haben feste Tage eingeplant, an denen wir in der Praxis sind, damit die Patientinnen wissen, wann jeder von uns vor Ort ist“, sagt Dr. Stephan Ganz, der im Januar als neuer Chefarzt der Gynäkologie im Krankenhaus angetreten ist, vom Helios Klinikum Niederberg ins Bergische wechselte. „Mittlerweile habe ich mich hier sehr gut eingelebt“, verrät der Wuppertaler. „Mich hat das Gesamtkonzept in der Gynäkologie überzeugt und ich bin sicher, dass wir in naher Zukunft auch noch weitere Therapiemöglichkeiten anbieten können“, hatte er bei seinem Antritt in Wermelskirchen versprochen – diese Ankündigung macht er mit der Einrichtung der Praxis im MVZ auch wahr. „Wir haben lange darauf hingearbeitet und freuen uns sehr, dass wir in den drei Untersuchungsräumen in der neuen Praxis künftig das gesamte Spektrum an Untersuchungen anbieten können“, sagt Stephan Ganz.

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Nach dem Tod von Dr. Georgi Tzanov, der lange Jahre Chefarzt der Gynäkologie im Krankenhaus Wermelskirchen war, bevor er als niedergelassener Arzt in der Stadt arbeitete, war ein kassenärztlicher Sitz freigeworden. Den hat das Krankenhaus gekauft. „Und der Bedarf in der Stadt nach einer weiteren gynäkologischen Praxis war wirklich groß“, sagt Klinik-Geschäftsführer Christian Madsen. Die neue Praxis im MVZ schließe nun diese Lücke, „und wir sind glücklich darüber, dass wir diese zusätzliche Leistung für die Patientinnen anbieten können“, sagt er. Auch die drei behandelnden Ärzte freuen sich auf die neuen Aufgabenbereiche im MVZ: „Für uns wird es auch eine tolle Erfahrung, dass wir die Patientinnen beispielsweise nach eine Operation auch in der Praxis weiter betreuen können“, sagt Walid Jdeed, der im Februar als Oberarzt ins Krankenhaus wechselte. „Ansonsten mussten wir die Patientinnen nach einer OP zur weiteren Versorgung zu ihrem behandelnden Arzt schicken“, ergänzt Fachärztin Anna Slutschanski, die es sehr begrüßt, diese Nachsorge nun auch in der Praxis anbieten zu können. „Es ist ein großer Versorgungsvorteil für die Patientinnen“, sagt auch Christian Madsen.

In der neuen Praxis am Schwanen werden alle medizinischen Leistungen angeboten: Ob regelmäßige Untersuchungen, Vorsorgeuntersuchungen, Brustunstersuchungen, Schwangerschaftsvorsorge oder auch Diagnostik von Harninkontinenz. Die konservative und operative Therapie von Harninkontinenzbeschwerden gehört übrigens mit zu den Behandlungsschwerpunkten von Chefarzt Dr. Stephan Ganz, der weiß, dass diese Beschwerden auch schon jüngere Frauen betreffen können. „Beispielsweise nach einer Geburt“, sagt Ganz. Wenn Beckenbodentraining allein nicht mehr hilft, sei eine Schlingen-Operation eine Möglichkeit. „Und es ist natürlich ein Vorteil, wenn die Patientin den Arzt, der sie später im Krankenhaus operieren wird, bereits durch die Untersuchungen kennt“, sagt er. „Das ist nochmal ein ganz anderes Vertrauensverhältnis.“ Im Krankenhaus gehören auch Therapie von Blasen-, Darm- und Gebärmuttersenkungen zu den Fachgebieten in der Gynäkologie sowie Laparoskopische Operationen, bei denen bei bestimmten Krebs-Operationen nur noch kleine Schnitte nötig sind. „Die Patientinnen werden vorab von uns in der Praxis betreut, dann im Krankenhaus, wenn es sein muss und anschließend übernehmen wir auch die Nachsorge“, erklären die Ärzte.