Fußball : Entwicklungssprung trotz Durststrecke

TuRa Brüggen überwintert im Mittelfeld der Bezirksliga. An der Konstanz gilt es, noch zu arbeiten.

Vor einem Jahr noch mit zehn Zählern Rückstand auf das rettende Ufer Tabellenletzter, überwintert Fußball-Bezirksligist TuRa Brüggen ein Jahr später nach dem sensationellen Klassenerhalt mit 23 Punkten auf dem achten Tabellenplatz. Doch es gibt noch einige Baustellen.

Der Saisonverlauf Mit zwei Spektakeln – dem 3:3 in Grefrath und dem 4:3-Erfolg über den SV Vorst – begann die vierte Bezirksliga-Spielzeit in Serie für die Mannschaft aus der Burggemeinde. Doch nach dem ersten Saisonsieg folgten acht Partien ohne Dreier, darunter enttäuschende Auftritte gegen Schlusslicht Kaarst (2:2) oder den TDFV Viersen (0:1). Doch nachdem die Brüggener trotz des starken 3:3 gegen den damaligen Tabellenführer Kleinenbroich erstmals auf einen direkten Abstiegsplatz abgerutscht waren, starteten sie mit drei Siegen in Serie gegen direkte Konkurrenten eine kleine Aufholjagd. Seit Anfang November setzte es drei weitere Niederlagen, ein Unentschieden sowie zwei wichtige Siege gegen Willich und zum Jahresabschluss beim SV Vorst (5:1). Im Kreispokal steht Brüggen nach Auswärtssiegen beim B-Ligisten CSV Marathon Krefeld und in Willich im Achtelfinale.

Das war gut Trotz der Durststrecke zwischen Mitte August und Anfang Oktober verschwendeten die Verantwortlichen nicht einen Gedanken daran, personell etwas zu ändern und sendeten der jungen Mannschaft somit ein deutliches positives Signal. Infolgedessen wurde der Vertrag mit Cheftrainer Jakob Scheller bereits vor dem letzten Spiel des Jahres vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert. Zudem zeigten die Brüggener gerade in den Duellen mit den Spitzenteams der Liga, welch großen Entwicklungssprung sie hinter sich haben.

Das war schlecht Das große Manko der Brüggener ist jedoch die mangelnde Konstanz. „Wir hatten oft Probleme, unser Spiel gegen direkte Konkurrenten aufzuziehen“, erklärt Trainer Jakob Scheller. Sinnbildlich dafür stehen die schon erwähnten Partien in Kaarst und gegen den TDFV Viersen sowie die Niederlage im letzten Heimspiel gegen Grefrath (1:3). 42 Gegentreffer zeugen zudem nicht unbedingt von defensiver Stabilität.

Personalien In Sachen Kader setzt man auf dem Vennberg auf Kontinuität, Abgänge gibt es keine. Lediglich ein externer Spieler kommt hinzu: Verteidiger Pascal Hoffmann vom A-Liga-Schlusslicht Dülkener FC. In Person von Sascha Römer und Yannik Willemsen könnten zum Auftakt der Vorbereitung zudem zwei bereits seit längerer Zeit verletzte Akteure wieder auf dem Platz stehen.

Die Winterpause Der Start in die Vorbereitung ist für den kommenden Donnerstag geplant. Vor dem Pflichtspielauftakt am 9. Februar sind Testspiele gegen den SV Walbeck (12.01.), beim SC Hardt (18.01.) und SC Waldniel (25.01.) sowie gegen RW Venn (26.01.) und Rhenania Hinsbeck (02.02.) geplant.