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Hallenstadtmeisterschaft: 1. FC Mönchengladbach mit Titelverteidigung

Hallenfußball : Titelverteidigung nach 0:2-Rückstand

Der 1. FC Mönchengladbach gewinnt zum 17. Mal die Hallenstadtmeisterschaft. Das Finale gegen den SC Hardt geht in die Verlängerung.

Es war das Duell der 37. Hallenstadtmeisterschaft in der Jahnhalle. Im Finale stand Landesligist und Rekordsieger 1. FC im Turnierverlauf zum dritten Mal dem A-Ligisten SC Hardt gegenüber, der die Westender in der Vorrunde durch ein 1:1 in die Zwischenrunde geschickt hatte und im Gruppenspiel des Finaltages knapp mit 1:2 unterlegen war. Es sollte das dramatischste der drei Duelle werden.

Die ersten Glanzlichter in diesem Vergleich setzte der SC Hardt. Zwar boten sich zunächst dem FC die besseren Chancen, doch die Hardter nutzten ihre eiskalt. Torjäger Thomas Coenen traf zur Führung nach fünf Minuten, zwei Minuten später legte Kevin Adrovic das 2:0 nach. Die Hardter waren nun gefühlt schon ein wenig auf der Siegerstraße, wichtig wäre aber gewesen, den Vorsprung in die Pause zu bringen. Das gelang jedoch nicht. Nach einer Ecke verkürzte Florian Wolters auf 1:2. Der Ausgleich fiel gut anderthalb Minuten nach dem Wechsel, als Marcel Lüft abzog und Hardts Schlussmann Phillip Beckers der Ball durch die Handschuhe rutschte. „Es ist wirklich schade, dass unser Schlussmann, der ansonsten ein grandioses Turnier gespielt hat, ausgerechnet im Finale zweimal patzt“, sagte Hardts Coach Raimund Schleszies. Denn die Geschichte sollte noch eine Fortsetzung erfahren.

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Zunächst drehte der FC das Spiel aber noch komplett, weil Enes Öz in der 15. Minute zum 3:2 traf. Die Verlängerung verhinderte das aber dennoch nicht, weil der starke Okan Cavus einen Angriff zum 3:3 erst selbst einleitete und dann nach Doppelpass mit Janpeter Zaum auch vollendete. Das nach 20 Minuten nicht entschiedene Finale ging in die Verlängerung, in der Enes Öz dann zum Mann des Tages wurde, weil er mit zwei weiteren Treffern den FC zum 5:3-Finalsieg schoss. Und beim 4:3 flutschte Beckers dann der zweite Ball durch, den er normalerweise nicht passieren lassen würde.

„Ich glaube nicht, dass das mit Qualität oder Nerven zu tun hatte, dass wir das Finale gewonnen haben, weil ich auch eine sehr junge Mannschaft im Turnier hatte“, sagte FC-Trainer Frank Mitschkowski. „Wir konnten im Turnier ein wenig durchwechseln, ich glaube, dass wir frischer, fitter waren. Teams wie Hardt spielen in solchen Partien sehr geduldig, und das brauchten wir auch unbedingt.“ Mitschkowski und Schleszies sehen sich schon am Mittwoch wieder – dann belegen sie bei einer Trainer-Fortbildung ein Doppelzimmer. Auf jeden Fall war es ein würdiges Finale, an dem auch Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners und der Sportausschuss-Vorsitzende Frank Boss sichtlich ihre Freude hatten.

Im Halbfinale hatte der FC zuvor den Mitfavoriten Türkiyemspor ausgeschaltet, souverän mit 4:1 gewonnen. Schon in der Gruppenphase hatte der A-Ligist seinen Zauber der Vorrunde nicht mehr ganz transportieren können, unterlag bei einem Treffer von Samir Arbaou durch Gegentore von Marcel Schulz (2), Florian Wolters und Enes Öz. Die Hardter hingegen hatten bereits im Halbfinale gegen Victoria Mennrath Dramatik pur durchlebt. Nach den regulären zwölf Minuten stand es hier 2:2, nachdem Paul Szymanski für die Mennrather traf, Okan Cavus und Ferhat Tam das Spiel drehten, Ali Celik die Mannrather aber noch in die Verlängerung brachte. Dort traf dann spät Thomas Coenen zum 3:2 für Hardt, der starke Soner Karaman, Rückkehrer der Mennrather, glich aber noch aus. Das Neunmeterschießen entschied, und hier hatte Hardt mit 5:3 die Nase vorn, den entscheidenden Treffer setzte Tam. Das Neunmeterschießen um Platz drei entschied Mennrath gegen Türkiyemspor mit 7:6 für sich.