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Solingen: Wegen dem Warnstreik bleiben die Busse im Depot

Warnstreik in Solingen : Die Busse bleiben am Dienstag im Depot

Die Gewerkschaft Ver.di ruft die Beschäftigten des Nahverkehrs am Dienstag zum Warnstreik auf. Neben der Rheinbahn AG Düsseldorf und den Wuppertaler Stadtwerken sind auch die Verkehrsbetriebe in Solingen und Remscheid betroffen.

Schüler sowie Berufspendler werden am Dienstag vergeblich an den Haltestellen des Verkehrsbetriebs der Stadtwerke Solingen (SWS) auf ihren Bus warten: Die Busse bleiben mit Beginn der Frühschicht ab 3.50 Uhr 24 Stunden im Depot. Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di Düssel-Rhein-Wupper hat neben der Rheinbahn AG Düsseldorf und den Wuppertaler Stadtwerken auch die Verkehrsbetriebe in Solingen und Remscheid zum Warnstreik am Dienstag aufgerufen.

„Es ist sehr schade, dass die Arbeitgeber immer noch kein Angebot unterbreitet haben“, sagt der stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des Verkehrsbetriebs der Solinger Stadtwerke, Michael Hussels. Von daher würden am Dienstag alle 83 Busse nicht das Gelände an der Weidenstraße verlassen. Insgesamt beschäftigt der SWS-Verkehrsbetrieb 186 Busfahrer.

Bereits in der vergangenen Woche hatte es verschiedene Aktionen von Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes gegeben – auch in der Klingenstadt. Rund 50 Mitarbeiter aus der Stadtverwaltung, aber auch aus drei Kindertagesstätten trafen sich auf dem Walter-Scheel-Platz zu einer Protestkundgebung vor dem Rathaus. Tenor: „Wir wollen nicht nur beklatscht werden. Eine Nullrunde – das kann es nicht sein“.

Die Forderung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst hat sich dabei nicht verändert: 4,8 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 150 Euro mehr im Monat. Darüber hinaus fordert die Dienstleistungsgewerkschaft aber unter anderem auch die erst zu Beginn des Jahrzehnts im Nahverkehr eingeführte Entgeltgruppe 5a.

Heute nun wird schwerpunktmäßig der Nahverkehr bestreikt. „Trotz Corona haben die Beschäftigten im ÖPNV – wie gewohnt – alles gegeben. Statt ihre Arbeit wertzuschätzen, blockieren die Arbeitgeber und nutzen die aktuelle Krise, um tarifliche Verbesserungen zu verhindern. Das ist respektlos“, kritisiert Ver.di-Bezirksgeschäftsführerin Stephanie Peifer.

Stadtwerke-Geschäftsführer Conrad Troullier bedauert die Unannehmlichkeiten für die Fahrgäste. „Ich habe aber gleichzeitig Verständnis für den Warnstreik der Beschäftigten und hoffe, dass zügig eine Einigung in der Tarifauseinandersetzung zustande kommt“, sagte Troullier. Die Tarifverhandlungen werden am 22./23. Oktober in Potsdam fortgesetzt.