1. NRW
  2. Städte
  3. Solingen

Ausstellung „Rockcity is Electric“ im Haus der Jugend in Solingen

Musikgeschichte : Ausstellung „Rockcity is Electric“ im Haus der Jugend

Eine Ausstellung zur Band- und Musikgeschichte in Solingen war jetzt im Haus der Jugend zu sehen. Der Zeitraum der Ausstellung umfasst dabei die Jahrzehnte seit den 1960er Jahren.

(mit) Eine Ausstellung zur Musikgeschichte der Klingenstadt – schon im Vorfeld war klar, dass solch eine Veranstaltung im Haus der Jugend in Corona-Zeiten und den damit verbundenen Auflagen den üblichen Rahmen sprengen würde. Und so war es dann auch. Schon Tage vor der Veranstaltung konnten die Macher – die Musiker Julian Müller, Jens Vetter und Jens Stuhldreier – auf Facebook vermelden: Ausverkauft. Eine für alle recht unbefriedigende Situation, denn hinter der Ausstellung „Rockcity is Electric“ steckt nicht nur viel Arbeit, sondern sie ist auch sehr sehenswert und informativ. Auch für alle, die die hier in Texten, Dokumenten und Erinnerungsstücken ausgebreitete Zeitgeschichte der Klingenstadt nicht selbst erlebt haben.

„Deshalb planen wir derzeit, die Ausstellung auch an anderen Orten zu zeigen, etwa im Theater. Da sind wir bereits in Gesprächen“, erklärt Jens Stuhldreier, der für die Jugendförderung mit im Boot ist. Auch der für die Ausstellung entstandene Film mit Interviews vieler der Protagonisten, soll weiter gezeigt werden. Ein passender Ort hierfür könnte das Cobra-Kino sein.

Die wenigen, die jetzt die Ausstellung „Rockcity is Electric“ anschauen konnten, durften sich im Haus der Jugend über Führungen der Macher freuen. So erläuterte Stuhldreier etwa die unterschiedlichen Stilarten der Bandplakate, die im Flur versammelt waren, Julian Müller gab im Hauptsaal mit zusätzlichen Informationen Einblicke in seine Recherchearbeit zur Ausstellung, der eine Artikelserie zu Grunde liegt.

Gegliedert ist die Schau in verschiedenen kleinen Stationen, die zeitlich von den 60er Jahren, als Solingen noch eine Hochburg des Jazz war – im Jazzkeller an der Saarstraße, im Jazzclub Ritterstraße –, bis hin zur Jetztzeit reichen. Müller erzählte den Besuchern in seiner Führung auch von seinen Lieblingsstücken in der Ausstellung. Eins dieser Exponate ist ein weißer Overall – getragen von Peter Braatz, alias Harry Rag, Sänger der Solinger Gruppe S.Y.P.H. (Safe your pretty Heart) „Der Overall stellt eine Verbindung von Solingen zur Punkhochburg Düsseldorf her, denn Peter Braatz hat diesen Anzug auch bei Konzerten im Ratinger Hof getragen“, berichtet Müller. Und ja, auch die roten Boots von Coco Teuber sind zu sehen.