Bus- und Bahnverkehr in Solingen „Und dann sieht man nur noch die Rücklichter der 683“

Solingen · Kann die Taktung der Solinger Stadtwerke-Busse besser auf die Abfahrts- und Ankunftszeiten von RE13 und S7 abgestimmt werden? Das fragt sich jetzt eine Leserin unserer Zeitung. Das sagen die Stadtwerke dazu.

Eine Leserin wünscht sich, dass die Solinger Stadtwerke-Busse besser auf die Ankunfts- und Abfahrtzeiten von S7 und RE13 abgestimmt werden.

Eine Leserin wünscht sich, dass die Solinger Stadtwerke-Busse besser auf die Ankunfts- und Abfahrtzeiten von S7 und RE13 abgestimmt werden.

Foto: Meuter, Peter (pm)

Erleichterung bei Solingens Pendlern: Seit dem 20. April fährt die S7 wieder, nachdem Fahrgäste mehrere Wochen lang wegen Bauarbeiten auf den Schienenersatzverkehr umsteigen mussten.

Damit aber kehren auch alte Probleme wieder zurück – allen voran die der Taktung. Ein Problem, das nicht nur die Solinger haben: Auch die Remscheider, die derzeit auf den RE 47 verzichten müssen und denen statt dessen empfohlen wird, die S7 und die S1 zu nutzen, sind unzufrieden. Denn oft genug gelingen die Anschlüsse nicht, lange Wartezeiten auf die nächste Bahn sind die Folge.

Ähnliches beobachten die Solinger in der Abstimmung zwischen Bus und Bahn. „Schön, dass die 683 ab 20 Uhr wenige Minuten später in Vohwinkel abfährt, mit Rücksicht auf die S 9“, sagt Leserin Birgit Stassen. Doch sie fragt: „Warum nicht öfter? Meine Erfahrungen samstags: Ich komme häufig mit dem RE 13 Venlo-Hamm in Vohwinkel um 18.25 auf Gleis 2 an, ein stark frequentierter Zug. Um 18.27 fährt der Bus 683 ab zum Burger Bahnhof; dies ist beim besten Willen nicht zu schaffen“, hat sie beobachtet.

Der nächste Bus fahre dann um 18.42 zum Graf-Wilhelm-Platz und um 18.57 wieder zum Burger Bahnhof. „Bei einer Abfahrt zwei Minuten später wären viele Kunden dankbar“, weiß die ÖPNV-Kundin. Diese Minuten kämen auch den Fahrgästen der S 7 zugute, die am Bahnhof-Mitte Halt macht, „denn dort sieht man nur noch die Rücklichter der 683, wenn man die vielen Stufen im Bahnhof erklommen hat“, weiß Stassen aus eigener Erfahrung. „Hier geht es gerade mal um ein bis zwei Minuten. Kann ich mit diesem Hinweis etwas bewirken? Schön wär‘s“, wünscht sie sich.

Darauf angesprochen verweist die Sprecherin der Solinger Stadtwerke auf die Komplexität der Fahrpläne: „Aufgrund einer Anpassung an die S9 am Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel ist in diesem Bereich nun auch – und durchaus nachvollziehbar – eine Anpassung an den RE13 gewünscht. Dies zeigt, dass eine Anschlussbeziehung nicht nur zu einer S-Bahn-Linie, sondern ebenfalls zu einem Regional-Express besteht. Gleichfalls gibt es auch Regionalbahnen“, erläutert Silke Rampe.

Die Anpassung sei gewünscht für den Bahnhof Wuppertal-Vohwinkel. Gegebenenfalls passe die Änderung dann auch für den Bahnhof Solingen-Mitte, wie die Leserin hofft. „Dies zeigt, dass zudem mehrere Bahnstopps bedacht werden müssen. Für Solingen sind dies weitere zwei Bahnhalte: Hauptbahnhof und Grünewald).“ Allerdings gelte dies ja nicht nur für die Ankunft des jeweiligen Zugs zum Umstieg auf den Bus – „die Fahrgäste wünschen auch einen guten Anschluss vom Bus zum Zug. Die Fahrplanung sollte also auch in die Gegenrichtung funktionieren“, so Rampe.

Fahrplaner müssen somit zahlreiche Anschlüsse im Blick halten! Denn: neben dem Umstieg zu S-Bahnen, Regionalbahnen sowie RegionalExpressen gelte es auch, Anschlussbeziehungen zu Buslinien anderer Verkehrsunternehmen zu bedenken. Dies sei der Fall in Ohligs (Anschluss an die Rheinbahn und die Bahnen der Stadt Monheim), in der Innenstadt (WSW sowie Regional Verkehr Köln) und in Unterburg (Stadtwerke Remscheid als auch erneut Regional Verkehr Köln). „Bei nun schon nahezu unzähligen Anschlussmöglichkeiten, haben die Fahrplaner nicht immer alle Varianten parat. Daher nehmen wir Hinweise der Fahrgäste gerne auf“, sagt Rampe.

Bus und Bahn in Solingen: Fahrgäste wollen bessere Taktung
Foto: grafik

Jedoch können bei der Vielzahl an Verbindungen, die bedacht werden müssen, nicht alle Anschlüsse passen – „und leider müssen dann auch Anschlüsse vernachlässigt werden“. Da es sich bei der Anregung der Leserin um einen stark frequentierten Zug mit offensichtlich mehreren Umsteigern an dieser Stelle handele, wird ihr Vorschlag von den Kollegen in der Fahrplanung der Stadtwerke Solingen nun durchgerechnet und gegebenenfalls zum nächsten Fahrplanwechsel umgesetzt, erläutert Rampe. „Inwieweit sich hier eine Möglichkeit eines besseren Anschlusses hier ergibt, kann ich derzeit leider nicht sagen, liefere die Antwort für diesen konkreten Fall aber gerne in diesem Monat noch nach“, verspricht die Mitarbeiterin der Stadtwerke.

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