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Solingen: Dinnebier-Gruppe bezieht Neubau in Gräfrath

Gewerbegebiet Piepersberg : Designleuchten made in Solingen

Die Dinnebier Licht GmbH zieht im Mai von Schloss Lüntenbeck in Wuppertal ins Gewerbegebiet Piepersberg nach Gräfrath. Licht im Raum bleibt in Düsseldorf, die Logistik wird aber in die Klingenstadt verlagert.

„Neubau einer Halle mit Büro und zehn Stellplätzen“ – das Baustellenschild an der Straße Piepersberg 36 im gleichnamigen Gewerbegebiet in Gräfrath ist im nüchternen Amtsdeutsch gehalten. Für den Geschäftsführenden Gesellschafter von Dinnebier Licht, Daniel Klages, ist die Baustelle gleichwohl ein Highlight, und dies nicht nur aus baulicher Sicht, zumal am Gebäude-Entwurf mit konzipiert worden war: „Planungsbüro, Werkstatt und Logistik, die derzeit noch in Düsseldorf ist, können in dem Neubau untergebracht werden“, sagt Klages. Seine Frau Jule Dinnebier ist ebenfalls Gesellschafterin des Unternehmens, das sich zu einem der führenden Lichtplanungsbüros mit eigener Leuchten-Kollektion, eigener Produktion und eigenem Showroom entwickelt hat.

In historischen Räumen in Schloss Lüntenbeck in Wuppertal ist Dinnebier Licht derzeit noch vor Ort. Dort gebe es zwar schöne Räume, aber der Produktionsstandard ist nicht besonders gut. „Wir vertreiben unsere Designprodukte weltweit, jetzt werden wir eine Manufaktur made in Solingen“, sagt Daniel Klages. Und dies in unmittelbarer Nähe zum Gräfrather Lichtturm. Er gehört der Familie Dinnebier und wird für Lichtpräsentationen genutzt. „Wir haben bei der Wirtschaftsförderung vor zweieinhalb Jahren nach einem Grundstück nachgefragt. Jetzt ergab sich die Möglichkeit, im Piepersberg zu bauen“, freut sich Daniel Klages.

Professionelle Lichtplanung und Lichtkonzeptionen, damit beschäftigt sich die Dinnebier Licht GmbH. In Düsseldorf vor Ort ist weiter das Facheinzelhandelsgeschäft Licht im Raum Dinnebier GmbH. „Wir entwerfen Produkte und präsentieren sie auch im Lichtturm“, erklärt Daniel Klages.

Produkte präsentieren, diese Möglichkeit soll nun bald auch im Neubau im Gewerbegebiet Piepersberg genutzt werden. Auf einer Fläche von insgesamt 850 Quadratmetern sind neben der kreativen Gestaltung und Planung auch Lager, Logistik, Verpackung und Versand unter einem Dach. „Das ist ein großer Schritt für uns, und uns war klar, es sollte ein Standort in Solingen sein“, sagt Daniel Klages, „der Piepersberg ist für uns genau das Richtige“. Das freut auch Frank Balkenhol. „Das Grundstück für Dinnebier Licht hat sich erst gegen Ende der Bebauung von Piepersberg ergeben. Das Unternehmen stärkt den Wirtschaftsstandort Solingen mit Design- und Manufakturkompetenz und beweist überdies, dass Solingen nicht allein nur Weltruf wegen der Schneidwarenindustrie besitzt“, sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung.

Für 16 bis 20 Mitarbeiter ist der Neubau ausgelegt, eine Reservefläche ist ebenfalls angelegt. Und auch die Dachterrasse will das Unternehmen nutzen. „Das werden wir uns selbst erschließen“, kündigt Daniel Klages an. Gerne hätte es der Fan des Handball-Bundesligisten Bergischer HC gesehen, wenn die Mehrzweckarena auf dem Gebiet Piepersberg-West errichtet worden wäre. Vom Dach seines Neubaus hätte man die sehen können, und für den 56-jährigen Unternehmer wäre es nur einen Katzensprung gewesen, die Heimspiele der Handballer zu besuchen. Doch daraus wird nichts. Konkret ist dagegen die Fertigstellung des Unternehmensneubaus und der Umzug von Dinnebier Licht von Schloss Lüntenbeck nach Solingen. Ende Mai soll der Umzug in den Neubau, an dem viele Solinger Firmen beteiligt sind, über die Bühne gehen.