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Solingen: Kulturmanagement arbeitet an Zukunftskonzept

Theater : Neue Stühle für den Konzertsaal

Die Bestuhlung im Konzertsaal wurde ausgetauscht. 1501 neue Stühle wurden angeschafft, rund 500.000 Euro wurden investiert. Das Kulturmanagement arbeitet an einem Zukunftskonzept, im Kulturausschuss wird es präsentiert.

Die alten, blauen Stühle im Konzertsaal haben fast 30 Jahre gehalten. Hin und wieder wurden die Polster gewechselt, aber nun war es an der Zeit, neue anzuschaffen und aufzustellen. Seit Montag vergangener Woche wurden die neuen anthrazit-schwarzen Stühle der Firma Brunner, die auch an der Cronenberger Straße in Solingen eine Dependance hat, im Konzertsaal aufgestellt.

Die Besucher der Erhardt-Revue konnten am Dienstag vergangener Woche in den neue Stühlen Platz nehmen, am Samstag schließlich auch die Gäste der Sport-Gala. Die Politik musste bei der Sitzung des Stadtrates am 14. Februar allerdings noch mit dem alten Gestühl Vorlieb nehmen. „Aber auch die hatten eine gute Qualität und haben sehr lange gehalten“, sagt Hans Knopper, Leiter des Kulturmanagements, mit Blick auf das Anschaffungsjahr 1991.

Exakt 1501 neue Stühle wurden gekauft, investiert wurde rund eine halbe Million Euro. Die neuen Sitzplätze haben gegenüber den alten ein Display, das elektronisch Reihe und Platznummer anzeigt. „Das klingt harmlos, ist aber eine erhebliche Verbesserung bei der Platzsuche“, findet Knopper. Zudem seien die neuen Stühle mit 4,5 Kilogramm deutlich leichter, das kommt den Mitarbeitern des Theater und Konzerthauses zugute. Zudem haben die Stühle eine höhere Rückenlehne. Das verbessert den Sitzkomfort.

 Hans Knopper, Leiter des Kulturmanagements, ist mit der Qualität der neuen Stühle sehr zufrieden.
Hans Knopper, Leiter des Kulturmanagements, ist mit der Qualität der neuen Stühle sehr zufrieden. Foto: Meuter, Peter (pm)

1075 Stühle können im Konzertsaal aufgestellt werden, 250 haben im kleinen Konzertsaal Platz, die Studiobühne kann gut 200 Besucher aufnehmen. In den Tagungsräumen und im Foyer können je nach Veranstaltungsart ebenfalls die Stühle.

Die alten, blauen Stühle haben indes längst noch nicht ausgedient. „600 sind noch in einem guten Zustand. Die behalten wir und gehen in die Vermietung“, sagt der Leiter des Kulturmanagements. 300 seien verkauft worden, wie beispielsweise an die Cobra oder andere Einrichtungen. Der Rest musste gleichwohl entsorgt werden. „Unsere Erwartung an die neuen Stühle ist, dass sie genauso lange halten wie die bisherigen“, sagt Hans Knopper. Auch bei den neuen Sitzen könnten bei Bedarf die Polster ausgetauscht werden. Ein Verfahren, das bereits bei den Theatersesseln genutzt wurde und damit erheblich kostengünstiger war, als wenn man dort neue Sessel hätte kaufen müssen. 2017/18 wurden die komplette Polster der 809 Theatersessel in mehreren Schüben ausgewechselt.

Aber auch baulich hat sich in der jüngsten Vergangenheit einiges im und rund um des Theater und Konzerthauses getan. Die Außenanlage wurden barrierefrei gestaltet, ein Aufzug wurde installiert, die Toilettenanlage im Foyer unterhalb des Konzertsaales erneuert. „Die Stadt hat kontinuierlich ins Haus investiert“, lobt Knopper, „das Theater und Konzerthaus ist funktionstüchtig“. „Gleichwohl haben wir aber auch eine lange Liste mit Ausbesserungswünschen.“

Dazu zählt Knopper beispielsweise eine neue Toilettenanlage im Theaterbereich oder auch eine Übersetzungsanlage. „Wir müssen passende Gelegenheiten abwarten und sehen, dass wir für Modernisierungen Fördermittel vom Land bekommen“, erklärt Knopper zur Vorgehensweise. „Damit kann man nicht allein den städtischen Haushalt belasten.“

Aber auch das Theaterpublikum ist älter geworden, von daher verlangt es neben baulichen auch inhaltliche Veränderungen. „Wir arbeiten an einem Zukunftskonzept, wie sich das Haus in den nächsten 20 Jahren entwickeln müsste“, sagt Hans Knopper. In der nächsten Sitzung des Kulturausschusses will Knopper Ideen vorstellen.

Bauliche Veränderungen sind zurzeit unterhalb des früheren Theaterrestaurants im Gang. „Wir haben ein Lagerproblem“, sagt Knopper. Von daher wird aktuell eine rund 200 Quadratmeter großen Fläche für Lagerzwecke hergerichtet, die einst die Bergische Stube und die zwei Kegelbahnen im Theater- und Konzerthaus beherbergte. Die wurde schon vor zwei Jahren abgebaut. Knopper: „Die Kegelbahnen wurden kaum noch genutzt, aus dem Holz haben wir Sitzgelegenheiten im Foyer geschaffen.“