Anja Lerch veranstaltet Mitsing-Abend bei der Volkshochschule Rheinberg

Mitsing-Abend bei der Volkshochschule : Sängerin Anja Lerch und ihre Gäste feiern das Leben

Mit einem Singabend in der Alten Kellnerei feierte die Volkshochschule Rheinberg-Alpen-Sonsbeck-Xanten das 100-jährige Bestehen der Volkshochschule.

(aflo) Eine Leinwand, ein Klavier und vierzig neugierige Gäste auf den Stühlen – das war der „feierliche“ Rahmen, den die Volkshochschule (VHS) am Freitagabend für den Auftakt zum 100-jährigen Jubiläum der Volkshochschulen in der „Alten Kellnerei“ gewählt hatte. VHS-Leiter Jens Korfkamp begrüsste die Anwesenden und wünschte allen einen fröhlichen, schönen Abend mit Anja Lerch. „Wir hätten auch einen Redner einladen können. Aber wir dachten, man könnte zusammen feiern und singen. Das ist unmittelbarer, emotionaler und macht einfach Spass.“

Und so betrat die Duisburger Sängerin die kleine Bühne, auf der sie sich dann der Aufgabe stellte, aus dem Saal eine kollektive Partyzone zu machen. „Der Kopf geht auf, man ist in einer anderen Welt – und man kann einfach sein“, beschrieb sie die Wirkung ihrer Mitsing-Abende, die sie seit zwölf Jahren veranstaltet. Daraufhin setzte sie sich ans Klavier, forderte die Anwesenden immer wieder auf, den Textzeilen auf der Leinwand zu folgen und vollzog einen Parforceritt durch verschiedene Genres. Dabei konnte sie austesten, wie textsicher das Publikum bei manchen Songs tatsächlich war. „Die deutsche Version von ,Total eclipse of the heart’ fand ich schwierig. Da hab ich das Englische häufiger gehört“, gestand der Viersener Christoph Mertens. Auch der „Tanz der Vampire“ oder „Les Misérables“ waren durchaus eine Herausforderung. „Es war zuerst befremdlich, auf den Stühlen zu sitzen und zu singen. Aber nach zwei Wein ging es“, scherzte Kirsten Ganselmann.

Auch Harry Belafontes „Try to remember“, Zarah Leanders „Nur nicht aus Liebe weinen“ oder Doris Day’s „Que sera“ waren im Portfolio enthalten. Kräftiges Mitsingen und sich Erinnern war beim „NDW“-Medley von Nena bis Tom Schilling angesagt – frei nach Lerchs Motto „Das Leben ist doch ein Fest.“

Gleiches galt für den „Schrei nach Liebe“ von den Ärzten und später auch bei der Pink-Floyd-Nummer „Another brick in the wall“ mit Fotocollagen des US-Präsidenten Donald Trump und einer Mauer. „Manche Sachen sind mir wichtig – dass man als Künstler Rückgrat hat“, meinte Lerch nach dem Konzert. In die Reihe passte auch „Sind so kleine Hände“ der Liedermacherin Bettina Wegner. „Da musste ich weinen, da konnte ich nicht singen“, gestand die Rheinbergerin Elina Sieske. „Schöner als eine Rede – die Mischung macht´s“, honorierte ihr Mann Andreas die Idee des Abends. Zum Schluss ging´s nochmal bei Aerosmiths „Don´t wanna miss a thing“ und „Rockin´ all over the world“ von Status Quo ab. so ging letztlich auch die Menzelenerin Melanie Giesen klangerfüllt nach Hause. „Sie ist natürlich und reisst einen mit – toll“.

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