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Skaterhockey: Crash Eagles Kaarst blasen trotz DM-Aus kein Trübsal

Skaterhockey : Eagles blasen trotz DM-Aus kein Trübsal

Halbfinale ade, aber der Deutsche Vizemeister im Skaterhockey aus Kaarst sieht sich für die Zukunft gut aufgestellt. Nachwuchs belegt in den höchsten Ligen jeweils Platz eins.

Zum ersten Mal seit 2016 stehen die Crash Eagles Kaarst nicht im Finale um die Deutsche Meisterschaft. Ja, weil das Wochenende den Adlern zwar einen 11:3-Kantersieg vor heimischem Publikum über die Düsseldorf Rams, aber eben auch eine 6:9-Niederlage beim Crefelder SC bescherte, findet schon das Halbfinale ohne den Deutschen Vizemeister im Skaterhockey statt.

Im Bewusstsein, dass im Endspurt um die beiden Play-off-Plätze in der Gruppe B Siege gegen Krefeld, Düsseldorf und Köln (Samstag, 16 Uhr, Stadtparkhalle) vonnöten gewesen wären, traten die Kaarster bei den Skating Bears die Flucht nach vorne an, wurden in der gut gefüllten Sporthalle Horkesgath aber kalt erwischt und lagen schon nach dem ersten Drittel mit 0:5 hinten. Besser lief es im zweiten Abschnitt, den Dominik Boschewski, Felix Wuschech und Tim Dohmen mit ihren Treffern zum 3:5-Anschluss eröffneten. Auch nach den Toren von Pascal Mackenstein und Daniel Schopp zum 7:3 für die Hausherren gaben sich die Eagles noch nicht geschlagen, Tim Niklas Wolff und Jan Wrede brachten sie wieder auf 5:7 heran. Die Wende gelang den Gästen indes nicht mehr, im Schlussdurchgang sorgte Moritz Otten mit dem Treffer zum 6:9-Endstand für das einzige Erfolgserlebnis.

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Obwohl damit das Halbfinal-Ticket schon futsch war, raffte sich der Meister von 1997, 1998, 2017 und 2018 am Tag darauf noch mal zu einem 11:3-Sieg über das punktlose Schlusslicht Düsseldorf Rams auf. Den Bann brachen dabei ab der 31. Minute Tim Niklas Wolff und Dominik Boschewski mit ihren Toren zum 3:1. Zum Verhängnis wurden den Kaarstern in dieser wegen des Lockdowns verkürzten Saison letztlich ihre gravierenden Personalprobleme: So fiel neben den Top-Goalies Niclas Stobbe und Richard Steffen auch Goalgetter Thimo Dietrich aus. Dadurch geriet die Mannschaft früh unter Druck – und fand nie zu gewohnter Klasse. Knackpunkt war für den Vorsitzenden Georg Otten die 5:7-Heimniederlage gegen Augsburg. „Das sind wir zu schlafmützig, zu lasch aufgetreten.“

Doch die Stimmung in Kaarst bleibt grundsätzlich optimistisch. Die konkreten Gespräche stehen zwar noch aus, doch der Vorstand um Georg Otten sähe es sehr gerne, wenn der in seiner Arbeit von Co-Trainer Michael Geiß unterstützte Marcus Drücker (das Duo hatte nach der Pleite gegen Augsburg den an die Bande der Zweitvertretung zurückgekehrten Dominik Linde abgelöst) seine Tätigkeit fortsetzen würde. Allerdings macht er bei den Eagles auch im Nachwuchsbereich einen herausragenden Job, belegt sowohl mit den Junioren (U19) als auch mit der Jugend (U16) aktuell Platz eins. Der Verein ist in NRW ohnehin das Maß der Dinge, denn auch die Schüler (U13)  sind Spitze. „Perspektivisch sind wir sehr gut aufgestellt“, stellt Otten zufrieden fest und verspricht: „Wir werden auch in der nächsten Saison wieder um die Deutsche Meisterschaft mitspielen.“ Belegt dafür ist die Zweitvertretung der Adler, die in Liga 2 (Mitte) noch Chancen auf den Vorstoß in die Aufstiegsrunde hat. Zwei Erstligisten aus einem Klub verbieten indes die Statuten der ISHD.

Darüber hinaus laufen die Planungen für die Endrunde der Deutschen Meisterschaft in der Altersklasse U19, die vom 10. bis 12. Dezember in Kaarst stattfinden wird. Und dann hegt der Vorsitzende, der eine abermalige Rückkehr auf den Trainerstuhl der Bundesliga-Truppe kategorisch ausschließt („Alles hat seine Zeit.“), ja noch einen ganz besonderen Traum: „Eine Rollsporthalle in Kaarst, das wäre klasse!“