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Große Vorfreude auf Pokalknüller bei Dormagenern

Handball-Erstligist Lemgo kommt : Große Vorfreude bei Dormagenern auf Pokalknüller

TSV-Trainer Dusko Bilanovic hat emotionale Erinnerungen an den DHB-Pokal. Er träumt davon, dass seine Mannschaft gegen den großen Favoriten TBV Lemgo Lippe am Dienstag eine Überraschungen schaffen kann.

Wenn Dusko Bilanovic an den DHB-Pokal denkt, bekommt er Gänsehaut. Schließlich stand der Trainer des Handball-Zweitligisten TSV Bayer Dormagen zu seiner Zeit als Spieler schon zweimal ganz kurz davor, die Trophäe zu gewinnen. Im Jahr 2000 scheiterte er mit der SG Wallau/Massenheim im Halbfinale erst in der Verlängerung am THW Kiel, 1997 erreichte er mit dem damaligen Zweitligisten HSG Wetzlar sensationell das Pokalfinale, wo es dann aber eine Niederlage gegen den Deutschen Meister TBV Lemgo Lippe gab. Eben jenen TBV, auf den er am Dienstag (19.30 Uhr) im TSV-Bayer-Sportcenter mit den Dormagenern in der zweiten Runde der aktuellen Auflage des DHB-Pokals trifft.

„So weit im Pokal zu kommen, ist schon etwas ganz Besonderes, die Atmosphäre ist einmalig“, weiß Bilanovic, der seinen Spielern schon davon berichtet hat: „Ich würde ihnen wünschen, dass sie das auch mal erreichen. Aber um so etwas Großes zu schaffen, muss man auch Außergewöhnliches leisten.“ Der Serbe ist froh, dass sich der Deutsche Handball-Bund dazu entschieden hat, das Turnierformat zu begraben und den Pokalwettbewerb wieder in klassischer Form mit K.o.-System auszurichten. Das erhöht aus seiner Sicht die Chancen auf Überraschungen und bringt die Atmosphäre zurück, die den Pokal so besonders macht. „Dann gewinnt eben nicht immer der Favorit. Und wenn wir es schaffen, unsere Halle zur Hölle für den Gegner zu machen, ist alles möglich“, betont Bilanovic. Was die Anzahl der Zuschauer anbelangt, sind die Vorzeichen jedenfalls schon mal gut, die Nachfrage nach Tickets für den Pokalknüller ist groß. Am Montagnachmittag waren schon über 700 Karten verkauft. Und weil theoretisch bis zu 2000 Menschen unter Einhaltung der 3G-Regel in die Halle dürfen, werden an der Abendkasse noch Ticktes zu bekommen sein. Auch aus mannschaftlicher Sicht sieht der Trainer gute Voraussetzungen. Denn sein Team hat in den vergangenen Wochen bewiesen, dass es trotz der angespannten Personallage voll konkurrenzfähig ist – zuletzt am Freitag beim Heimsieg gegen Rimpar. Danach gab Bilanovic seinen Jungs zwei Tage frei, am Montag stand dann das Abschlusstraining an. „Meine Spieler sind fit, wir können alle drei Tage über 60 Minuten gehen“, betont der Serbe. Eine Alternative könnte sich für ihn ergeben, wenn die Ärzte grünes Licht für den lange verletzten Halblinken Ante Grbavac geben.