Fechten : Harter Brocken im Viertelfinale

Für die deutschen Säbelfechter mit den Dormagenern Nicolas Limbach, Max Hartung und Benedikt Wagner geht es heute bei der WM in Catania auch um die Olympiafahrkarte. Im Viertelfinale wartet voraussichtlich Korea

Natürlich geht es heute auch um Medaillen. Doch für die deutschen Säbelfechter geht es im Teamwettbewerb der Fecht-Weltmeisterschaften, der heute um 10 Uhr im Palaghiaccio Catania beginnt, um viel mehr: Erreichen Nicolas Limbach, Max Hartung, Benedikt Wagner (alle TSV Bayer Dormagen) und Björn Hübner (FC Tauberbischofsheim) das Halbfinale, ist ihnen die Fahrkarte zu den Olympischen Spielen 2012 sicher.

Das hat weitreichende Bedeutung. Denn in diesem Falle wäre der Deutsche Fechterbund in London nicht nur im Mannschaftswettbewerb, sondern auch mit mindestens drei Fechtern in der Einzelkonkurrenz vertreten. Entsprechend fällt die Zielsetzung aus: "Wichtig ist jetzt die Quali mit der Mannschaft, dann können wir uns in Ruhe auf Olympia vorbereiten", sagt Nicolas Limbach.

Allerdings warten auf den Vize-Weltmeister und das übrige Trio harte Brocken auf dem Weg dorthin. Denn nach dem lösbaren Aufgalopp in Runde zwei gegen den Sieger aus der Auseinandersetzung zwischen Japan und Venezuela bekommen es die Deutschen im entscheidenden Gefecht um den Einzug ins Halbfinale voraussichtlich mit Südkorea zu tun (Korea trifft zuvor aus den Sieger aus Georgien/Ukraine). Die Koreaner sind als Sechster in der Weltrangliste zwar drei Plätze hinter den Deutschen einsortiert, stellen im aktuellen WM-Dritten Bon Gil Gu, dem Weltmeister von 2010 Woo Young Won (bezwang im letztjährigen Finale Limbach mit 15:9), der am Dienstag im Viertelfinale mit 12:15 am späteren Weltmeister Aldo Montano (Italien) scheiterte und Platz fünf belegte, und Eu Seok Oh (24.) die nominell stärkeren Einzelfechter.

Die Deutschen wollen dem ihren Teamgeist entgegensetzen, der ihnen bei den Europameisterschaften in Sheffield den Einzug ins Finale bescherte, wo sie dann mit 38:45 an Italien scheiterten. "Jetzt heißt es, im Team zu kämpfen. Wir haben hier die stärkste Truppe mitgenommen. Alle sollen Angst vor uns haben, " sagt Bundestrainer Vilmos Szabo und denkt dabei auch an die EM, als seine Schützlinge zunächst Weißrussland mit 45:41 ausschalteten und im Halbfinale den noch amtierenden Weltmeister Russland mit 45:35 demontierten.

(NGZ)