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Fußball: Der SC Kapellen kann Platz drei erobern

Fußball : Der SC Kapellen kann Platz drei erobern

Niederrheinliga: Mit einem Heimsieg gegen den TV Jahn Hiesfeld könnte der SCK die Gäste überholen.

In der oberen Tabellenhälfte der Fußball-Niederrheinliga ist die Konkurrenz noch dicht beisammen. So hat der SC Kapellen nach zwei starken Auswärtsspielen (3:0 in Baumberg und 1:1 beim Tabellenführer Oberhausen) sogar die Möglichkeit, im Topspiel des neunten Spieltages daheim gegen TV Jahn Hiesfeld an den Gästen vorbeizuziehen und den dritten Tabellenplatz zu erobern.

Doch auch wenn sich beide Mannschaften aktuell vom Tabellenstand her in etwa auf Augenhöhe bewegen, warnt SCK-Coach Markus Anfang davor, beide Vereine miteinander zu vergleichen: "Wenn man den Kader der vergangenen Saison sieht und welche Spieler dazu geholt wurden, dann hat Hiesfeld ganz andere Ambitionen als wir." Neu ist bei den Gästen Trainer Christoph Schlebach, der Ex-Profi Christian Schreier ablöste.

Er hatte vor der Saison angekündigt, weiter auf Offensivfußball zu setzen und den Worten auch Taten folgen lassen. Waren die Hiesfelder schon vergangene Saison hinter dem Führungstrio KFC Uerdingen, TuRU Düsseldorf und RW Oberhausen II die treffsicherste Mannschaft, so liegen sie mit aktuell 18 Treffern nur hinter Oberhausen (25). Bester Schütze ist Mittelfeldspieler Damiano Schirru, der bislang fünf Tore erzielt hat. Er traf auch am Dienstag, als sich die Schlebach-Truppe in einem Testspiel gegen den bis vor einigen Wochen von Olaf Thon trainierten NRW-Ligisten VfB Hüls mit 3:2 durchsetzte.

Der Offensivkraft der Gäste haben die Kapellener allerdings die aktuell beste Defensive der Niederrheinliga entgegenzusetzen. Mit lediglich sechs Gegentreffern sind die Erftstädter sogar besser als Klassenprimus Oberhausen (8). Da kommt es Markus Anfang natürlich gar nicht recht, dass er die Viererkette umstellen muss, die zuletzt gegen RWO überzeugte.

Weil Valentin Rittmann, vorigen Sonntag als Rechtsverteidiger im Einsatz, über heftige Achillessehnenschmerzen klagt, konnte er unter der Woche nicht trainieren. Für ihn könnte Simon Kozany wieder nach hinten rücken. Doch dann ist die Frage, wer im rechten Mittelfeld agiert, weil auch Kevin Scholz noch angeschlagen ist. "Ich habe noch genug junge und dynamische Spieler, die auf einen Einsatz brennen", bleibt Markus Anfang trotz der personellen Probleme gelassen. Daran ändert auch nichts, dass sich die Knieverletzung von Benjamin Schütz als schlimmer herausstellte, als angenommen. Wegen eines Meniskusrisses muss er demnächst sogar operiert werden. Damit wird er in der Hinrunde nicht mehr spielen.

(NGZ/rl)