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Fechten: Fecht-WM: Frühes Aus für Kubissa und Limbach

Fechten : Fecht-WM: Frühes Aus für Kubissa und Limbach

Nach der tollen Silbermedaille von Nicolas Limbach tags zuvor, wurden die Erwartungen des TSV Bayer Dormagen bei der Fecht-WM im italienischen Catania gestern nicht erfüllt. Im Einzel-Wettbewerb der Säbeldamen mussten Stefanie Kubissa und Limbachs Schwester Anna schon in der Runde der letzten 32 die Segel streichen.

"Das war weder Fisch noch Fleisch", meinte TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald, der die Wettkämpfe vom heimischen Höhenberg aus verfolgt. "Gerade mit Blick auf die Olympiaqualifikation hatten wir uns mehr erhofft." Doch die Chancen sind nach wie vorhanden, jetzt stehen die Dormagenerinnen allerdings unter dem Druck, bei den vier Weltcup-Turnieren im Februar und März des kommenden Jahres viele Punkte sammeln zu müssen. Nur dann ist theoretisch noch eine direkte Qualifikation für London möglich, ansonsten gibt es noch ein Hintertürchen durch eine sogenannte Zonenqualifikation Mitte April.

Dass es gestern nicht zu mehr reichte, als zu den Plätzen 21 (Kubissa) und 27 (Limbach) in der Endabrechnung, war auch der ungünstigen Auslosung geschuldet. Denn nach einem kampflosen Einzug in die zweite K.o-Runde bekam es Stefanie Kubissa mit der Italienerin Irene Vecchi zu tun, immerhin Neunte der Weltrangliste. Zur Pause lag die Dormagenerin sogar noch 8:7 in Front, doch beim Stand von 10:11 verlor sie den Faden, so dass es am Ende 10:15 hieß. Anna Limbach setze sich in der ersten Runde deutlich mit 15:7 gegen die Griechin Marina Paizi durch. Eine deutlich stärkere Kontrahentin wartete allerdings unter den letzten 32 auf die TSV-Fechterin, denn die Russin Ekaterina Diatchenko wird in der aktuellen Weltrangliste sogar auf Rang fünf geführt. Zwar erwischte Limbach mit 3:0 einen guten Start, doch dann zog die Russin auf 9:3 davon. Letztlich siegte sie souverän mit 15:9. "Fechterisch war es ein guter Auftritt unserer Damen", gab sich Bundestrainer Eero Lehmann versöhnlich. Ihren nächsten Auftritt haben die TSV-Damen am Samstag, dann treten sie mit dem Team des Deutschen Fechterbundes im Mannschaftswettbewerb an.

(NGZ)