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Ringen: Ringen: KSK vor dem "härtesten Wochenende"

Ringen : Ringen: KSK vor dem "härtesten Wochenende"

Mit einem Doppelkampftag morgen (19.30 Uhr) in der heimischen Stadionhalle gegen den allein noch ungeschlagenen Tabellenführer RWG Mömbris-Königshoven und tags darauf (15 Uhr, Sporthalle Schmittstraße) beim einzig verbliebenen NRW-Rivalen TKSV Bonn-Duisdorf geht für Ringer-Bundesligist KSK Konkordia Neuss bereits die Hinrunde in der Gruppe West zu Ende.

Und die Gefahr ist groß, dass die Neusser sie mit nur einem Sieg, nämlich dem zum Auftakt gegen den TuS Adelhausen, beenden. Sollte Adelhausen am Sonntag seinen Heimkampf gegen den TSV Musberg gewinnen, droht Konkordia sogar der Sturz auf den letzten Tabellenplatz.

Kein Wunder, dass KSK-Präsident Hermann J. Kahlenberg vom "härtesten Wochenende aller Zeiten" spricht. Für ihn ist klar: "Gegen Mömbris hätten wir selbst in optimaler Aufstellung kaum eine Chance." Und davon kann auf Neusser Seite keine Rede sein — gestern wusste das Trainergespann Ayhan Aytemiz und Max Schwindt aufgrund von Erkrankungen, Verletzungen und fraglichen Freigaben noch nicht, wie das Aufgebot für die beiden Auseinandersetzungen aussieht.

"Unsere Personaldecke ist zu dünn, wenn Stammringer ausfallen, haben wir nichts in der Hinterhand", räumt der KSK-Präsident ein. Das sieht bei den morgigen Gästen ganz anders aus: "Die sind in jeder Gewichtsklasse nicht doppelt, sondern dreifach besetzt. Das ist halt alles eine Frage der Finanzen", meint Kahlenberg. Das schlägt sich auch in der Tabelle nieder, die die Ringer aus dem Umland von Aschaffenburg mit vier Punkten Vorsprung anführen.

Auch bei den Bonnern, die lange Jahre im Schatten des KSK standen, scheinen die Finanzen besser bestückt als in Neuss: "Die haben eine ganz starke Truppe beisammen", sagt Kahlenberg. Jüngstes Indiz: Der 22:13-Sieg vom vergangenen Samstag über den so stark in die Saison gestarteten ASV Mainz, der nun einmal mehr um die Qualifikation für die Play-off-Runde fürchten muss.

Für die Neusser ist die Fahrt nach Bonn auch eine Reise in die eigene Vergangenheit, nicht nur, weil bei den Gastgebern Rolf Monschau, lange Jahre Leistungsträger in Reihen des KSK, auf der Bank sitzt: Gleich vier ehemalige KSK-Ringer tragen jetzt das Bonner Trikot, wobei Sylvester Charzewski (66 kg griechich-römischer Stil), Georg Harth (74 kg Freistil) und sein älterer Bruder William (96 kg) am Sonntag wohl auf jeden Fall zum Einsatz kommen werden. Anstelle von Superschwergewichtler Lukasz Banak wird hingegen wohl Felix Radinger in der Klasse bis 120 Kilogramm ringen. So oder so: "Ein Sieg würde uns gut tun", weiß Kahlenberg, "aber dafür muss bei uns alles zusammenpassen."

(NGZ/rl)