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Freude in Remscheid über B51n-Start ist kein Ja zum Gleisdreieck

Remscheider Interessengemeinschaft hat klaren Standpunkt : Freude in Bergisch Born über B51n-Start ist kein Ja zum Gleisdreieck

Vorsichtige, abwartende Freude. So lässt sich die Reaktion von Claudia Reichert-Weber von der Interessengemeinschaft Bergisch Born (IGBB) auf die Nachricht über den Planungsstart für die Ortsumgehung B 51n beschreiben, die in dieser Woche über den CDU-Landtagsabgeordneten Jens Nettekoven den Weg nach Remscheid fand.

Natürlich sei die IGBB froh, dass es losgehen soll mit dem Projekt, für das man sich seit so vielen Jahren stark macht, sagte sie dieser Zeitung.

Allerdings habe es dieses Gefühl auch schon früher gegeben, etwa als das Projekt 2016 im Verkehrs-Wegeplan das Siegel „höchste Priorität bekam. Die rot-grüne Landesregierung ließ das Projekt dann in der Schublade. Dieses Auf und Ab  wirke nach. Auch geht sie davon aus, dass es noch viele Jahre dauern wird, bis die neue Straße tatsächlich umgesetzt ist.

Claudia Reichert-Weber geht davon aus, dass die Mehrheit der Bergisch Borner den Bau der Ortsumgehung begrüßt. Allerdings müsse die aus den 90er-Jahren stammende Linienplanung für die B 51n an die Veränderungen angepasst werden, die sich in der Zwischenzeit in Bergisch Born ergeben haben. So erreiche mittlerweile deutlich mehr Lkw-Verkehr aus Hückeswagen über die B 237 Bergisch Born. Ziel der Planung sollte aus ihrer Sicht darum sein, die B 51n so an die B 237 anzubinden, dass der Lieferverkehr nicht durch den Ortskern muss.

Dass die B 51n jetzt offenbar wirklich kommt, sieht die IGBB nicht als Präjudiz für das geplante Gewerbegebiet im Gleisdreieck. Die vorhandenen Gewerbeflächen hätten längst die Lebensqualität im Ort verschlechtert. Ein weiteres Gewerbegebiet würde die „Zersiedelung“ weiter vorantreiben.

In diesem Zusammenhang verweist Claudia Reichert-Weber auf den Ratsbeschluss, wonach ein Gewerbegebiet erst dann kommen soll, wenn die B 51n gebaut ist. Außerdem habe die Stadt das Gleisdreieck in ihrem Gewerbeflächenentwicklungskonzept von 2018 nur die Prioritätsstufe 3 zugeordnet. Viele andere Flächen seien weiter oben gelistet. Warum, so fragt die IGBB, werden diese nicht in Angriff genommen?