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Neue Corona-Verdachtsfälle in Remscheid

Rückkehrer von Nahost-Reise in Quarantäne : Neue Corona-Verdachtsfälle in Remscheid

In Remscheid gibt es seit Freitag acht neue Verdachtsfälle für eine Infektion mit dem Coronavirus. Die Remscheider waren Teil einer 30-köpfigen Reisegruppe, die im Nahen Osten unterwegs war. Am Mittwoch kehrten sie von ihrer Busreise zurück.

Am Freitag dann erhielten sie die Nachricht von ihrem Reiseveranstalter, dass der Busfahrer positiv auf den Virus SARS-CoV2 getestet wurde, berichtet der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Frank Neveling,. Alle acht Urlauber befinden sich zurzeit aus Sicherheitsgründen für insgesamt 14 Tage – der angenommenen Inkubationszeit für eine Infektion mit dem Coronavirus nach den Richtlinien des Robert-Koch-Instituts (RKI) – in häuslicher Quarantäne.

 Als begründet verdächtig nach den Richtlinien des RKI gelten sechs von ihnen, denn nur sie zeigen milde Erkältungssymptome. Diese sechs Personen wurden am Freitag im Sana-Klinikum auf das Virus getestet. Bis spätestens Montag rechnet die Stadt mit einem Ergebnis, sagte Neveling.

Zwar sind einige der Reisenden noch berufstätig. Weil sie aber den Rest der Woche noch Urlaub hatten,   haben sie ihre häusliche Umgebung nicht mehr verlassen. Auch ihre Remscheider Arbeitsstellen haben sie nicht mehr aufgesucht, heißt es von der Stadt. Für die Personen, die mit den betroffenen Reisenden zusammen wohnen, gilt ebenfalls die Quarantäne.

Die beiden ersten Verdachtsfälle in Remscheid hatte es in der vergangenen Woche gegeben. Eine junge Frau mit Erkältungssymptomen und ihr Freund, die      am Rosenmontag eine Karnevalsparty in Gangelt (Kreis Heinsberg) besucht hatten, waren im Sana-Klinikum untersucht worden. Das Paar war danach angehalten, bis zur Vorlage der Testergebnisse vorsorglich zu Hause zu bleiben, um Kontakt zu anderen Personen auszuschließen. Am Sonntag, 1. März, kam die Entwarnung, dass die beiden Personen, sich nicht mit dem Virus angesteckt haben.