Drei Mönchengladbacher haben in der Pro League ein Heimspiel im Hockeypark

Pro League startet am 24. April : Drei Mönchengladbacher freuen sich auf Heimspiele im Hockeypark

In der kommenden Woche starten in Mönchengladbach die Spiele der Hockey Pro League. Julia Sonntag sowie Mats und Tom Grambusch kommen mit den deutschen Teams in ihre Heimat.

Mehr Heimspiel geht nicht: Für Julia Sonntag, Mats und Tom Grambusch stehen besondere Länderspiele an. Im Rahmen der neu geschaffenen Hockey Pro League (HPL) schauen die drei Mönchengladbacher mit ihren Nationalteams vom 24. bis zum 30. April im hiesigen Hockeypark vorbei. Während Torhüterin Sonntag mit den Deutschen Damen gegen Großbritannien, die Niederlande, China und die USA gleich vier Partien absolviert, so spielen die Herren mit den Grambusch-Brüdern nur zweimal gegen die Niederlande und Großbritannien.

Die Vorfreude sei riesengroß, wie Tom Grambusch erzählt: „Das Stadion hat für den Deutschen Hockeysport eine große Bedeutung. Nicht umsonst haben hier die wichtigsten Turniere stattgefunden. Ich erinnere mich als Zuschauer an Hockeyfeste bei der WM 2006 und der EM 2011. Jetzt darf ich als Nationalspieler selbst in meiner Heimatstadt spielen. Die Vorfreude ist extrem groß, zumal ich auch viele bekannte Gesichter wiedersehen werde.“ Weiter hofft der Defensivspezialist auf ein volles Stadion: „Ich bin gespannt, wie viele Zuschauer kommen werden. In den anderen Ländern war die Begeisterung bei den Auswärtsspielen riesig. Teilweise waren über 3000 Zuschauer in den Stadien, was für Hockeyverhältnisse gigantisch ist.“

Ob der 24-Jährige mit seinem Bruder Mats überhaupt in beiden Herrenspielen auflaufen darf, steht noch in den Sternen — weil die beiden Gladbacher vorher noch mit ihrem Heimverein RW Köln im Europapokal in Eindhoven (17. bis 22. April) spielen. „Der Bundestrainer wird bei der Nominierung die Belastung des Europapokals mit einbeziehen. Es steht also noch nicht fest, in welchen Partien wir spielen dürfen“, so Grambusch. Ganz auf die „Grambusch Boys“, wie sie in Hockeykreisen genannt werden, müssen die Zuschauer aber nicht, wie der 53-fache Nationalspieler erklärt: „Mit dem Bundestrainer ist abgesprochen, dass wir mindestens ein Spiel machen.“

Auch Bundestrainer Stefan Kermas hat Lust auf die Partien: „Wir freuen uns darauf, mal wieder in Mönchengladbach in diesem tollen Stadion zu spielen“. Nach fünf Auswärtsspielen mit viel Reisestress in Neuseeland, Australien und Argentinien stehen nun für Kermas und sein Team erstmals Heimspiele auf dem Plan. „Wir tauschen den Reisestress gerne gegen tolle Heimspiele. Die Pro League bietet eine optimale Bühne zum Weiterentwickeln unserer Spielidee und der individuellen Leistung mit dem langfristigen Blick auf Olympia 2020 in Tokio“, sagt der Trainer.

Auch Damen-Bundestrainer Xavier Reckinger hat für die Partien ein klares Konzept im Kopf: „In Mönchengladbach werden wir wieder eine Mischung aus erfahrenen und neuen Spielerinnen an den Start schicken und freuen uns, dass wir unsere Fans begeistern können.“ Definitiv dabei sein wird Julia Sonntag. Die Torhüterin wechselt sich mit ihrer Konkurrentin Nathalie Kubalski ab. Welche zwei der vier Spiele die 27-Jährige bekommt, steht noch nicht fest: „Ich hoffe natürlich, dass ich gegen unsere Erzrivalen aus den Niederlanden im Tor stehen darf“,  sagt Sonntag.

Den Auftakt des siebentägigen Pro-League-Spektakels machen am Mittwoch (24. April) die Damen mit dem Eröffnungsspiel gegen Großbritannien. Am Freitagabend, steht für beide Teams ein Doppelspieltag gegen die Niederlande an, ehe die Damen am Sonntag gegen China und die Herren (gegen Großbritannien) antreten. Den Abschluss machen am 30. April erneut die Damen gegen die USA.

Die Eintrittspreise im Hockeypark sind durchweg moderat gestaltet. Für 12,50 Euro (ermäßigt zehn Euro) gibt es die Einzelspieltags-Tickets zu kaufen, die Doppelspieltage kosten 25 Euro (ermäßigt 20 Euro). Zudem gibt es die Möglichkeit, Familien-, Dauer- oder VIP-Karten zu erwerben.

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