Borussia Mönchengladbach verliert gegen HSG Neuss/Düsseldorf II

Handball : Bereits die vierte Niederlage in Folge

In der Oberliga hat Borussia Mönchengladbach keinen guten Lauf und kann sich nach der 25:29-Niederlage gegen die HSG Neuss/Düsseldorf II nun auch vom avisierten dritten Tabellenplatz verabschieden. Trainer Tobias Elis fehlen Einstellung und Moral bei seiner Mannschaft.

Borussia Mönchengladbach kommt einfach nicht mehr in die „Puschen“ und hat mit dem 25:29 (13:11) gegen die HSG Neuss/Düsseldorf II bereits die vierte Niederlage in Folge kassiert. Damit kann sie den angestrebten dritten Tabellenplatz auf keinen Fall mehr erreichen.

Dabei sah es für die Hausherren doch zunächst wirklich sehr gut aus, sie spielten einen guten und ansehnlichen Handball. Sie standen in der Deckung sehr sicher und trafen auch im Angriff häufig die richtigen Entscheidungen. Die Folge war eine zwischenzeitliche 9:5-Führung in der ersten Halbzeit. Da dachten wohl schon alle, spätenstens jetzt sei die Messe gelesen, zumal die Landeshauptstädter lediglich mit einem Auswechselspieler antraten. Vielleicht hat sich in den Köpfen der Borussen der Gedanke breitgemacht, dass man das jetzt schon irgendwie über die Runden schaukeln würde. So war dann bis zum Halbzeitpfiff schon ein wenig Sand im Getriebe. Im Angriff fehlte bei den Abschlüssen die letzte Konsequenz, dazu schlich sich noch der eine oder andere Fehler ein, und im Deckungsverbund war man nicht mehr so schnell am Gegenspieler wie zuvor, und damit schmolz der Vorsprung auf zwei Tore zusammen.

Bis zur 40. Minute war es dann auch noch eine sehr ausgeglichene Begegnung, dann allerdings kippte die Partie völlig. Die Hausherren bekamen in der Deckung überhaupt keinen Zugriff mehr, und die HSG-Angreifer konnten beinahe nach Belieben schalten und walten. Aber auch der Angriff war nur noch ein Schatten seiner selbst. Die Spielabläufe wurden nicht mehr konsequent oder schlimmer noch, mit groben Fehlern behaftet, durchgespielt, Bälle vom Mitspieler wurden nicht mehr gefangen, die Anzahl der Technischen Fehler nahm einfach zu große Formen an, und von Timing konnte überhaupt keine Rede mehr sein. Außerdem erwischten auch die Torhüter nicht gerade ihren besten Tag und kassierten den einen oder anderen durchaus haltbaren Wurf.

„Eigentlich war es ein Spiegelbild der letzten Wochen“, ärgerte sich Trainer Tobias Elis. „Erst agieren wir ganz ansehnlich, und dann stellen wir plötzlich das Handballspielen ein, wofür ich momentan keine Erklärung finden kann. Klar, die Saison ist gegessen, uns kann weder nach oben noch nach unten großartig etwas passieren, aber dennoch fehlen mir bei der Mannschaft etwas die Einstellung und die Moral, wenn man einmal eine schlechte Phase im Spiel hat. Ich glaube, das hat auch etwas mit Charakter zu tun. Es ist auch richtig, dass uns am Ende die Alternativen fehlten, aber dann müssen auch einmal andere Spieler in die Bresche springen. Die Mannschaft scheitert in vielen Situationen an sich selbst, und das ist für sie und auch für die Zuschauer wirklich mehr als ärgerlich“, sagte Elis.

(alpa)
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