Mönchengladbach: Betrügerin erbeutete von älteren Männern ein Vermögen

Betrügerin festgenommen : Mönchengladbacherin erbeutete von Männern ein Vermögen

Die 48-Jährige ergaunerte in einem Fall 580.000 Euro. Sie wurde in München festgenommen – kurz bevor sie ins Ausland fliehen wollte.

Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Darmstadt haben Ermittler der Kriminalpolizei in Offenbach eine mutmaßliche Betrügerin aus Mönchengladbach festgenommen. Die 48-Jährige steht im dringenden Verdacht, im gesamten Bundesgebiet von ihren meist älteren Opfern Geld und andere Vermögenswerte in einem hohen sechsstelligen Betrag erbeutet zu haben. Den Ermittlern sind bislang Tatorte in Ruhrgebiet, Hessen, Rheinland-Pfalz und im süddeutschen Raum bekannt. Nach Einschätzung der Beamten soll die Verdächtige in den vergangenen Tagen ihre Flucht ins Ausland vorbereitet haben. Festgenommen wurde sie im Raum München.

Seit mindestens neun Jahren soll sich die 48-jährige meist ältere männliche Opfer ausgesucht haben. Diesen unterbreitete sie nach bisherigem Ermittlungsstand unterschiedliche Geschichten, um ihr Mitleid zu erregen und sie so dazu zu bringen, Großteile ihres Vermögens auszuhändigen. In einem Fall soll sie einem 71-jährigen Geschädigten im hessischen Dreieich erzählt haben, dass sie dringend Geld benötige, um sich angeblich von einem früheren Ehemann „freikaufen“ zu können, der sie ansonsten umbringen will. Weiterhin soll sie einen 80-jährigen Mann aus dem Raum München mit einer erfundenen Notlage dazu gebracht haben, ihr Anfang April dieses Jahres eine Summe von 110.000 Euro auszuhändigen.

Dem Geschädigten aus Dreieich dämmerte erst nach einem Besuch der Offenbacher Kriminalpolizei, dass er womöglich einer Betrügerin aufgesessen war. Das bis dahin übergebene Geld und weitere Wertsachen in Höhe von 580.000 Euro dürften nach Einschätzung der Kriminalpolizei für immer verloren sein.

Nach ihrer Festnahme aufgrund eines Haftbefehls des Amtsgerichts Landau/Pfalz wurde die 48-Jährige einem Haftrichter vorgeführt und anschließend in eine Justizvollzugsanstalt gebracht.

Die Kriminalpolizei in Offenbach schließt nicht aus, dass es noch weitere Geschädigte gibt, die sich bislang allerdings nicht gemeldet haben oder bislang möglicherweise gar nicht ahnen, dass sie Opfer der Betrugsmasche geworden sind. Hinweise werden unter der Rufnummer 069 8098-1234 entgegengenommen.

(gap)
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