Jürgen Langenbucher will Bürgermeister von Leichlingen werden

Jürgen Langenbucher will Bürgermeister von Leichlingen werden : Der Dritte im Bunde

Jürgen Langenbucher möchte im Herbst Bürgermeister von Leichlingen werden. Klimaschutz, Finanzen und Lebensqualität sind seine Themen.

„Ich will ein guter Bürgermeister werden, kein bequemer.“ Das sagt Jürgen Langenbucher von den Leichlinger Grünen. Und das bedeute im Zweifel, immer wieder Diskussionen zu suchen, um Lösungen zu finden. Bereits bei der Bürgermeisterwahl 2014 hatte er sich zur Wahl gestellt und gegen Frank Steffes den Kürzeren gezogen. Doch die Ergebnisse bei der Europawahl im vergangenen Jahr haben den Grünen landauf, landab Auftrieb gegeben. Und so will sich Langenbucher im Herbst erneut zur Wahl stellen. Bei der Mitgliederversammlung im März soll seine Kandidatur offiziell werden.

Auf die Frage, warum er Stadtchef von Leichlingen werden möchte, sagt er: „Weil ich etwas gestalten möchte, weil ich etwas bewegen möchte.“ Das sei ihm auch in seinem aktuellen Beruf als Abteilungsleiter beim Landschaftsverband Rheinland wichtig. „Mir ist wichtig, dass meinen Mitarbeitern klar ist, dass sie nicht nur Akten bearbeiten, sondern dass es auch Auswirkungen im wirklichen Leben hat.“ Diese Einstellung wäre ihm auch im Rathaus wichtig. Vor Aktenbergen hat er dabei keine Scheu. „Auch Verwaltung kann Spaß machen, man hat die Möglichkeit zu gestalten.“

Als Grünen-Kandidat ist ihm das Thema Klimaschutz natürlich sehr wichtig. „Da werden wir nicht drum herum kommen.“ Auch wenn Leichlingen nicht die Welt retten könne, entbinde dies die Stadt nicht davon zu tun, was sie tun kann, betont der 54-Jährige. Beispiel Radwege: „Natürlich ist der Platz begrenzt, aber dann muss man eine Grundsatzentscheidung treffen: Wollen wir Radwege oder Parkplätze?“ Politik, Stadt und Bürgern würden noch viele Debatten bevorstehen, wie Verkehr in der Stadt künftig aussehen soll. „Die Frage ist doch: Für wen gestalten wir die Stadt? Für Menschen oder für Autos?“ Im übrigen sei es wichtig, nicht etwas zu verbieten ohne Alternativen bieten zu können.

Auch zum Thema Finanzen hat Jürgen Langenbucher klare Ansichten. Leichlingen soll einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen. Vergleichen mit Langenfeld und Monheim sollte sich Leichlingen seiner Meinung nach nicht. „Wir haben andere Voraussetzungen, wir haben nicht die Flächen wie andere Städte, um Gewerbe anzusiedeln.“ Die Frage, wie man in Deutschland mit  „Steueroasen“ wie Monheim grundsätzlich umgeht, müssten übergeordnete Institutionen treffen.

Wichtig sei, gute Fachkräfte in der Verwaltung zu halten und sie nicht an andere Städte zu verlieren, wie es schon mehrfach passiert ist. „Wenn man gute Leute haben will, dann muss man sie auch bezahlen, und dass muss man dann auch in der Öffentlichkeit so erklären.“

Öffentliche Diskussionen wünscht er sich auch für den kommenden Wahlkampf. „Ich hoffe, es wird ein fairer Wahlkampf, in dem es um Themen geht, nicht nur um Personen und das nicht so viel Schmu erzählt wird.“