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SF Baumberg treffen auf Aufsteiger 1. FC Mönchengladbach

Fußball, Oberliga : SFB treffen auf Team mit vielen Einzelkönnern

Am Samstag empfangen die Oberliga-Fußballer der Sportfreunde Baumberg Aufsteiger 1. FC Mönchengladbach an der Sandstraße. Trainer Salah El Halimi warnt vor der Qualität des kommenden Gegners.

Seit 2007 ist Salah El Halimi für die Sportfreunde Baumberg (SFB) aktiv – zunächst als Spieler und seit einigen Jahren nun schon als Trainer. So kann sich der 44-Jährige auch noch an die letzten Duelle der Baumberger mit dem kommenden Gegner 1. FC Mönchengladbach (Samstag, 16 Uhr, MEGA-Stadion) erinnern. In der Saison 2009/10 trafen beide Klubs in der Landesliga aufeinander. „Das Hinspiel haben wir auf deren Rasenplatz blöd mit 0:1 verloren und sie in der Rückrunde dann Zuhause mit 3:1 geschlagen“, sagt El Halimi. „Es waren schon damals keine einfachen Spiele. Sie hatten gute Einzelspieler mit hohem Tempo in ihren Reihen.“

Der Coach des Tabellendritten der Oberliga Niederrhein ist überzeugt, dass der Aufsteiger aus Gladbach auch rund zehn Jahre nach dem letzten Aufeinandertreffen noch immer ein unbequemer Gegner ist. „Sie haben sich als Mannschaft gefunden und kommen langsam auf Touren. Der positive Effekt des Trainerwechsels ist schon jetzt zu sehen“, betont er. Nach drei Niederlagen zum Start hatte sich der älteste noch bestehende Verein im Westdeutschen Fußballverband sich von Übungsleiter Alexi Triantafillidis getrennt. Unter Nachfolger Stefan Laucke feierten die Blau-Gelben beim SC Velbert zuletzt den ersten Sieg (2:1). „Und die Spiele, die sie verloren haben, waren alle knapp“, sagt El Halimi.

Einen großen Anteil daran, dass der nächste Kontrahent der Baumberger in dieser Saison überhaupt in der Oberliga antreten darf, hat Oguz Ayan. Der 25-Jährige erzielte in der wegen der Corona-Pandemie abgebrochenen vergangenen Spielzeit 36 Tore in 22 Partien für den 1894 gegründeten Verein, ehe er sich den Sportfreunden anschloss. Insiderinformationen kann der Torjäger seinem neuen Klub aber eher nicht liefern. „Dafür haben den Verein im Sommer zu viele Spieler verlassen und zu viele sind neu hinzugekommen“, erläutert der SFB-Coach.

In Petar Popovic, Ali Celik und Ronald Lombaya verfüge Gladbach über mehrere starke Einzelspieler. „Popovic hat noch als Spieler von Union Nettetal mal ein wichtiges Tor gegen uns erzielt, Celik wurde in der Jugend von Borussia Mönchengladbach ausgebildet und hat auch schon für die U23 von Fortuna Düsseldorf gespielt. Lombaya war in der Jugend des FC Bayern München aktiv und wurde in der letzten Saison mit dem SV Straelen Oberliga-Meister“, berichtet El Halimi, der bestens über den Gegner Bescheid weiß. „Das sind ales gefährliche Jungs, die richtig gut kicken können.“

Unterschätzen sollten seine Spieler den Gegner, der derzeit auf einem Abstiegsplatz rangiert, daher auf keinen Fall. „Wir müssen in jedem Spiel an die Leistungsgrenze gehen. Tun wir das nicht, werden wir bestraft“, sagt der SFB-Coach. Am vergangenen Sonntag, beim emotionalen 3:2-Erfolg in letzter Minute bei ETB SW Essen, wäre das den Sportfreunden beinahe zum Verhängnis geworden. „Wir hätten vor dem Ausgleich zum 2:2 in der Nachspielzeit mehr machen müssen“, ist sich El Halimi sicher.

Mit vier Siegen aus fünf Partien ist seine Mannschaft gut in diese außergewöhnlich lange Spielzeit gestartet. Für ein Zwischenfazit sei es dennoch zu früh. „Im Normalfall lohnt sich erst nach zehn Spieltagen ein Blick auf die Tabelle. In diesem Jahr sage ich: Das ergibt sogar erst nach 15 Partien Sinn.“ Durch die vielen Englischen Wochen und der hohen Belastung könne es gut sein, dass Teams, die zuvor mehrere Partien in Serie gewonnen haben, auch mehrere aufeinanderfolgende Niederlagen kassieren. „Das ist für alle eine echte Herausforderung und auch ein Grund, warum wir die Partie gegen Mönchengladbach auf Samstag vorgezogen haben. Kommenden Mittwoch sind wir ja schon wieder bei der SSVg Velbert gefordert.“

Eine der Hauptaufgaben des Coaches ist daher aktuell die Belastungssteuerung. Das gilt sowohl für den Trainings- als auch den Spielbetrieb. In Louis Klotz, Patrick Salata und Ben Harneid sind inzwischen drei Verletzte zurück im Mannschaftstraining, ein Einsatz kommt für das Trio aber wohl noch zu früh. Hinzu kommen die weiterhin angeschlagenen Roberto Guirino und Dominik Cikac. Bei Vojno Jesic, der sich in Essen am Oberschenkel verletzte, steht eine MRT-Untersuchung aus. Ein Einsatz der zuletzt wegen einer Grippe ausgefallenen Sercan Er und Ali Daour ist zudem mehr als fraglich. Bilal Sezer fehlt rotgesperrt. „Letzten Sonntag hatten wir nur vier Spieler auf der Ersatzbank“, sagt El Halimi.