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SG Langenfeld: Volleyballerinnen verlieren 1:3 gegen Eintracht Geldern

Volleyball, Frauen-Regionalliga : Umstellungen bei der SGL verpuffen

Die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld verlieren auch ihr Heimspiel gegen die junge Mannschaft aus Geldern mit 1:3. Trainer Michael Wernitz probiert viel aus, doch die Wechsel bringen dem Team nur kurzzeitig Auftrieb.

Zwei Wochen hatten die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) Zeit, um sich auf die Partie gegen das Spitzenteam VC Eintracht Geldern vorzubereiten. Coach Michael Wernitz erhöhte im Training das Tempo, wollte seine Mannschaft auf ein neues athletisches Level hieven. Aufgrund privater sowie beruflicher Gründe konnte sein Team jedoch nicht in Bestbesetzung an den Schwächen arbeiten. Das Ergebnis war eine 1:3 (15:25, 25:22, 25:27, 22:25)-Niederlage gegen das Team vom unteren Niederrhein.

 Obwohl sich die Langenfelderinnen gemeinsam mit Coach Wernitz und Co-Trainer Mark Nahrstedt viel vorgenommen hatten, konnten sie die Erwartungen nicht erfüllen. Wernitz zeigte sich enttäuscht und sagte: „Es wäre mehr möglich gewesen, aber leider sind alle unserer Spielerinnen unter ihren Möglichkeiten geblieben. Sie konnten nicht ihr volles Leistungspotenzial ausschöpfen. Es gab nur wenige Lichtblicke, wie einige gute und zielstrebige Angriffe über die Mitte.“

Wie in den vergangenen beiden Trainingswochen litt die SGL auch am Spieltag unter Personalnot. Demnach musste Karolin Rulczynski aufgrund ihres Schichtdienstes passen. Die Libera Tina Steinacker fiel aus privaten Gründen aus. Ihr Ersatz Jessica Eisler stand zwar im Kader, aufgrund von Trainingsrückstand wurde jedoch nur Christin Nadolski eingesetzt. Neben Alexa Leimbach (Schulterprobleme) fehlte auch Vivien Tänzler, die sich in Quarantäne befindet. „Vivien geht es super, und sie langweilt sich zu Hause. Sie hatte aber leider in ihrer Freizeit flüchtig mit einem Menschen zu tun, bei dem ein konkreter Verdacht auf Corona besteht. Solche Einschränkungen werden möglicherweise noch häufiger eintreten“, sagte Wernitz.

Im ersten Satz offenbarten die Gastgeberinnen zahlreiche Defizite. Während sie in der Annahme nicht konzentriert agierten, fehlte dem Angriff jegliche Durchschlagskraft. Die junge Mannschaft der Geldenerinnen war hingegen hellwach – und konnte die meisten SGL-Fehler eiskalt bestrafen (8:0). Insbesondere die harten Schläge der VC-Mittelblockerin Anja Schoofs stellten Langenfeld vor unlösbare Rätsel.

Um weiteren Schaden zu verhindern, nahm Wernitz eine Auszeit – und entschied sich zu einigen Wechseln. Unter anderem wurde die Zuspielerin Carina Zandt durch Monika Litwin und die Diagonalspielerin Jana Nahrstedt durch Carolin Heydrich ersetzt. „Manche Spielerinnen haben dann beklagt, dass ich so viele Wechsel tätigen würde. Wir haben aber eine neu formierte Mannschaft, bei der man erst im Wettbewerb sehen kann, welche Spielerinnen gut miteinander harmonieren. Außerdem wollte ich frische Schübe geben“, betonte der Coach.

Auch die neue Formation konnte die alten Probleme nicht beheben. Weitere Umstellungen ergaben, dass Zandt mit Heydrich gut zusammenarbeitete. Auch Lara Dietrich und Carlotta Kauka brachten Ruhe in das Spiel, sodass die Gastgeberinnen immerhin zwischenzeitlich zum 13:13 ausgleichen konnten. „Dann haben wir einen grausamen Schluss gezeigt – da haben wir fast aufgegeben“, sagte Wernitz. Die SGL kam letztlich nicht über ein 15:25 hinaus.

Im zweiten Abschnitt agierten die Langenfelderinnen im Angriff deutlich konsequenter – 6:4, 7:6, 14:13. Die Spielerinnen konnten allesamt mit gefährlichen Aufschlägen überzeugen, was bereits in den Jahren zuvor zu den Stärken zählte (25:22). Weil im dritten Durchgang erneut die Energie fehlte, konnte die SGL das spannende Finale nicht zu ihren Gunsten entscheiden (25:27). Im letzten Satz ließen sich die Gäste ihre klare 14:6-Führung nicht mehr nehmen (25:22).

Nach der zweiten Pleite im dritten Spiel muss Langenfeld schnell zu der gewohnten Stabilität finden. Mit nur drei Punkten steht das Team auf dem siebten Rang. „Es muss endlich ein Ruck durch die Mannschaft gehen. Wir müssen jetzt ganz schnell punkten, weil es sonst eng wird“, forderte Wernitz. Am Samstag (17 Uhr) steht für die SGL das Duell beim Tabellenelften GW Paderborn an.

SGL Eisler, Heydrich, Kiss, Zandt, Kauka, Nadolski, Boytinck, Litwin, Nahrstedt, Brust, Dietrich, Speckmaier, Pechlof.