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1. FC Monheim setzt gegen den FSV Duisburg auf Ruhe und Variabilität

Fußball, Oberliga : Ruess’ Plan für Duisburg: Ruhe und Variabilität

Der Trainer des Fußball-Oberligisten 1. FC Monheim will beim Aufsteiger FSV Duisburg den positiven Trend seines Teams fortsetzen. In Yannic Intven und Samet Aydin sind zwei Alternativen wieder einsatzbereit.

Vier Spiele und sieben Punkte bei einer Partie Rückstand – die Fußballer des 1. FC Monheim sind in der Saison angekommen. Den 3:1-Heimsieg gegen Niederwenigern wertet Trainer Dennis Ruess nach dem 2:2 in Nettetal vorige Woche als „Schritt in die richtige Richtung“. Vor allem die ersten knapp 70 Minuten haben dem 40-Jährigen gut gefallen.

„Wir haben nicht die Ruhe verloren und unsere Qualität am Ball in das Spiel gebracht“, resümiert der Coach. „Außerdem sind wir stets variabel im Spiel nach vorne geblieben.“ Ebenfalls positiv sieht Ruess, dass Ballgewinne zunächst gesichert und für einen strukturierten Aufbau genutzt wurden. „Nach vier Spieltagen von einer großen Entwicklung zu sprechen, ist schwierig, aber unser Auftritt gegen Niederwenigern war ordentlich.“

Allerdings waren da auch noch die letzten gut 20 Minuten der Partie. Die Gäste waren nach ihrem Anschlusstreffer wieder voll im Spiel und bereiteten den Monheimern einige Probleme. Vor allem Schlussmann Björn Nowicki war es zu verdanken, dass sich seine Elf schadlos hielt und die Punkte einfuhr – nicht nur wegen des von ihm verschuldeten, aber gehaltenen Foulelfmeters kurz vor dem Abpfiff.

Ähnlich dramatische und aufreibende Schlussminuten will Ruess beim Gastspiel in Duisburg am Sonntag (15.30 Uhr) freilich vermeiden. Der FSV ist einer der Neulinge in der Oberliga, aber kein Unbekannter. Bereits in der Saison 2018/19 trafen die Monheimer auf das Team aus dem Ruhrgebiet. Der FCM entschied sowohl das Hin- (3:1) als auch das Rückspiel bei den Duisburgern (5:3) für sich. Der FSV stieg ab und nach einem Jahr in der Landesliga wieder auf.

Die Favoritenrolle weist Ruess aber trotzdem von sich. „Sie sind eine Mannschaft mit gewisser individueller Qualität“, beschreibt er den kommenden Gegner. „Sie haben einige Spieler in ihren Reihen, die auch schon höherklassig unterwegs waren.“ Zudem habe der FSV eine gute Jugendarbeit. „Die Mischung aus jungen, dynamischen und älteren, erfahrenen Spielern ist interessant. Es erwartet uns auf jeden Fall ein intensives Duell.“ Ähnlich wie beim Sieg gegen Niederwenigern sollen auch in Duisburg Ruhe am Ball, variabler Spielaufbau nach vorne sowie mannschaftliche Geschlossenheit das Erfolgsrezept sein. Zu den taktischen Details sagt der Coach: „Ich weiß nach der Analyse des Gegners, wo wir den Hebel ansetzen müssen.“

Die Intensität der Saison insgesamt macht den Monheimerm bereits jetzt zu schaffen. Die Englische Woche mit den Partien gegen Nettetal und Niederwenigern ist zwar wegen der Spielabsage gegen den VfB Hilden noch vergleichsweise schonend abgelaufen, aber der Terminkalender bleibt dicht gestaffelt. Nach Duisburg geht es am Mittwoch gegen Velbert weiter, dann steht am 11. Oktober bereits das Derby gegen die SF Baumberg an.

Ruess versucht, mit Belastungssteuerung im Training dagegenzuhalten, damit seine Spieler frisch in die Spieltage gehen. Trotzdem gibt es einige angeschlagene Spieler im Kader. So steht hinter dem Einsatz von Christoph Lange, der gegen Niederwenigern schon beim Aufwärmprogramm vor der Partie passen musste (Sehnenreizung) ebenso ein Fragezeichen wie bei Philipp Hombach, Tim Kosmalla (beide muskuläre Probleme) und Denis Labusga (Zerrung im Adduktorenbereich). Hinzu kommen die längerfristig verletzten Tim Brdaric (Außenbandriss) sowie Dennis Ordelheide (Knorpelschaden). Bahadir Incilli sitzt abgesehen davon noch die letzte Partie seiner Rotsperre vom ersten Spieltag ab.

Immerhin: In Yannic Intven und Samet Aydin sind zwei Alternativen wieder einsatzbereit. Jammern will der Trainer daher nicht. „Uns kommt zugute, dass wir eine hohe Flexibilität sowie eine gewisse Breite im Kader haben“, sagt Ruess, der ein klares Ziel für das Gastspiel in Duisburg hat: „Wir sind nicht da, um uns die Sportanlage anzuschauen und wollen was Zählbares mitnehmen.“