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FC Monheim und SF Baumberg weisen Favoritenstatus von sich

Fußball, Oberliga : SFB und FCM weisen Favoritenrolle von sich

Am Sonntag (15 Uhr) geht es für die Oberliga-Fußballer der Sportfreunde Baumberg und die des FC Monheim neben Punkten auch um Prestige. Die Kräfteverhältnisse zwischen den Klubs haben sich in den vergangenen Jahren weitgehend angeglichen.

Es gab Zeiten, da waren die Rollen vor dem Lokalduell zwischen den Sportfreunden Baumberg und dem 1. FC Monheim klarer verteilt. Auf der einen Seite die SFB: ein Klub, der sich in der Oberliga etabliert hat und in der vorletzten Saison Vizemeister wurde. Auf der anderen Seite der FCM, der erst seit 2017 in der fünfthöchsten Spielklasse dabei ist. Inzwischen haben sich die Kräfteverhältnisse angeglichen. Das hat nicht nur die abgebrochene vergangene Spielzeit gezeigt, die Monheim als Zweiter beendete. Am Sonntag (15 Uhr) kommt es zum direkten Aufeinandertreffen.

Für SFB-Coach Salah El Halimi steht fest: Einen Favoriten gibt es nicht. „Monheim kommt nach dem Sieg gegen Velbert mit einer breiten Brust zu uns. Und wir haben unser Spiel in Velbert verloren“, sagt er. In Alon Abelski, Louis Klotz und Sercan Er habe er mangels Alternativen zuletzt auf einige angeschlagene Spieler zurückgreifen müssen. „Aber damit müssen wir klarkommen.“

Mit 22 erzielten Toren stellen die Baumberger den derzeit besten Angriff der Liga. In Robin Hömig, der bereits acht Tore erzielt und ebenso viele vorbereitet hat, haben die SFB zudem den gefährlichsten Scorer in ihren Reihen. „Er ist richtig gut drauf und im Gegensatz zur vorherigen Saison auch fit“, lobt der Coach seinen Schützling. Allein werde aber auch Hömig sein Team nicht zum Sieg im Derby schießen. „Wir müssen von vornherein als Kollektiv funktionieren. Dann profitiert Robin oder ein anderer Spieler automatisch davon.“

Der FCM habe El Halimi zufolge einen außergewöhnlich guten Kader. „Tobias Lippold ist einer der besten Mittelfeldspieler der Liga. In Jaell Hattu, Sebastian Spinrath, und Dimitrios Toutzaridis sind zudem richtig gute Spieler im Sommer hinzugekommen“, sagt er. Monheim brauche sich hinter keinem Verein in der Liga verstecken – auch nicht hinter den Sportfreunden. Zum Ende der Transferfrist hat der FCM zudem noch Stürmer Joel Mangano von Union Nettetal verpflichtet. „Sie haben in den vergangenen Jahren personell aufgeholt“, betont El Halimi.

Als Pep Guardiola noch Trainer des FC Bayern war, ist er für seine Begeisterungsfähigkeit bisweilen belächelt worden. Gegner, Spieler, Vorbereitung oder Situationen auf dem Spielfeld kommentierte der Katalane gerne mit „sehr, sehr gut“. FCM-Trainer Dennis Ruess setzt mit Blick auf die Aufgabe in Baumberg noch einen drauf. Eine „sehr, sehr, sehr gute Mannschaft“ habe der Nachbar und Rivale jenseits des Kielsgrabens. „Aber wir fahren entspannt nach Baumberg“, betont der 40-Jährige. „Vor einer Woche haben wir uns das Ziel gesetzt, bis zum Derby 13 Punkte zu haben. Das haben wir geschafft.“

Nach kräftezehrenden, aber erfolgreichen Partien gegen den FSV Duisburg und SC Velbert ist bei den Monheimern Regeneration angesagt. „Wir wollen am Sonntag natürlich die notwendige Frische haben“, sagt Ruess. Sein Team habe „viel gearbeitet und viel investiert. Gerade das Spiel gegen Velbert mit einer Halbzeit in Unterzahl hatte nicht nur eine körperliche, sondern auch eine nervliche Komponente, von der wir uns erholen müssen.“

Allzu viel Aufregung will er vor der anstehenden Partie aber nicht aufkommen lassen. „Unsere Saisonplanung ist nicht auf die beiden Duelle mit Baumberg ausgerichtet, sondern auf die insgesamt 44 Spiele – und das am Sonntag ist eines davon“, betont Ruess. Er erwartet die Gastgeber in Bestbesetzung. „Sie sind eine starke Mannschaft mit guten und erfahrenen Leuten, die spielerisch extrem viel anbietet. Wir werden aber richtig Attacke machen und viel investieren, um etwas Zählbares mitzunehmen.“ Bislang wartet der FCM noch auf den ersten Sieg gegen den Rivalen seit dem Oberliga-Aufstieg. „Man darf nicht vergessen, dass Baumberg schon ein paar Tage länger in der Liga ist“, sagt Ruess. „Aber wir fahren hin, um erfolgreich Fußball zu spielen – so wie überall.“

Info Nach einer neuen Hygieneverordnung der Stadt sind 499 Zuschauer zugelassen. Die Kassen öffnen bereits ab 13 Uhr, um die Zuschauer besser verteilen zu können.