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SG Langenfeld: Volleyballerinnen feilen an der Feinjustierung

Volleyball, Frauen-Regionalliga : SG Langenfeld feilt an der Feinjustierung

Am Sonntag steht für die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld die nächste schwierige Partie auf dem Plan. Ab 15 Uhr ist der Spitzenreiter TV Hörde II zu Gast in der Sporthalle Hinter den Gärten.

Die Anforderungen sind so hoch wie selten zuvor. In dieser Saison müssen die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) Woche für Woche an ihre Grenzen gehen. Einerseits gilt es, die wegen der Corona-Pandemie geltenden Hygienevorschriften in den Trainingseinheiten und Spielen akribisch umzusetzen. Andererseits sind die Gegner in der 14 Teams umfassenden Liga noch stärker geworden, weil Aufsteiger wie RC Borken-Hoxfeld II oder TV Hörde II brandgefährlich sind.

Für den Langenfelder Trainer Michael Wernitz ist es an jedem Spieltag eine Herausforderung, aus dem 16-köpfigen Kader die leistungsstärkste Startformation auszuwählen. „Wir müssen uns als Mannschaft noch weiter finden“, sagt er. Die Neuen im Team seien schon gut integriert. „Aber wenn eine Spielerin eingewechselt wird, darf kein Bruch entstehen. Wir müssen die Abstimmungen untereinander noch weiter optimieren.“

Welche Abläufe bereits reibungslos funktionieren, offenbarte das 3:0 in Paderborn. Obgleich Zuspielerin Carina Zandt eine sehr gute Leistung erbrachte und später zur Spielerin des Tages gewählt wurde, ersetzte Wernitz sie durch den Zugang Monika Litwin. „Der Wechsel hat auf jeden Fall gefruchtet, weil Monika dem Spiel weitere Stabilität verliehen hat. Trotz ihrer lädierten Schulter hat sie die Bälle gut verteilt“, lobt der Coach. Auch die Verstärkung Carlotta Kauka konnte die erfahrene Kapitänin Diana Kiss im Außenangriff vertreten, sodass die SGL neuen Schwung bekam.

Im Gegensatz zum Saisonstart traten die Langenfelderinnen nun wieder als geschlossene Einheit auf. „Dieser Einsatz muss langfristig bestehen bleiben, auch wenn wir mal in Rückstand geraten“, sagt Wernitz. „Wir dürfen uns nicht durch die Stärke des Gegners die eigene Freude am Spiel nehmen lassen.“ Um weniger Angriffsfläche zu bieten, muss die SGL insbesondere noch ihren Block verbessern.

Mit sechs Punkten aus vier Spielen steht die Mannschaft auf einem ordentlichen fünften Platz. Auf den vorderen Rängen haben sich Spitzenreiter Hörde, der Zweite VC Eintracht Geldern und der Dritte PTSV Aachen II mit jeweils elf Zählern bislang als besonders stark erwiesen. „Meine Mannschaft ist eine Wundertüte, die manchmal ganz wunderbar spielt und an anderen Tagen sehr schwach auftritt. Manchmal schöpft sie ihr großes Potenzial nicht ab. Wir müssen gegenüber den Top-Teams schauen, wo wir stehen“, erläutert Wernitz. Zunächst gilt es für die SGL, den Klassenerhalt zu erreichen, bevor höhere Ziele gesetzt werden könnten.

Schon die kommende Aufgabe am Sonntag (15 Uhr, Halle Hinter den Gärten) gegen den Tabellenführer hat es in sich. „Für mich gehört Hörde zu den Favoriten auf den Aufstieg in die 3. Liga. Wir können nur bestehen, wenn wir als Mannschaft zusammenstehen. Die Mädels müssen bereit sein, Verantwortung zu übernehmen“, betont Wernitz. Neben Alexa Leimbach (Schulterverletzung) werden auch Tina Steinacker (private Gründe) und Lara Dietrich (Rückenprobleme) ausfallen.