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Edith-Stein-Realschule will Kinder mit dem TC Wegberg zum Tennis bringen

Schul-Initiative : Mit Tennis fit durch die Schule

Die Edith-Stein-Realschule will mit dem TC Wegberg alle ihre rund 450 Schüler an den Tennisschläger bringen.

Das Konzept hat die Jury überzeugt. „Wir wollen unsere Schüler in Bewegung bringen und Tennis liegt wieder im Trend. Deswegen war die Idee, alle unsere 450 Schüler in den kommenden zwei Jahren auf den Tennisplatz zu schicken“, sagt Christoph Scholz, seit Februar Schulleiter der Wegberger Edith-Stein-Realschule (ESR). Damit hat die Schule jetzt bei der Initiative „Fit durch die Schule“ gewonnen, die von der AOK Rheinland und dem Schul- und Bildungsministerium NRW ins Leben gerufen wurde. Das Projekt der ESR wird mit 3500 Euro unterstützt.

Nach den Sommerferien sollen nach und nach alle Schüler auf der benachbarten Anlage des TC Wegberg Trainerstunden erhalten und damit an den Tennissport herangeführt werden. „Tennis steht eigentlich gar nicht im Lehrplan“, sagt Lehrer Martin Wotke, der maßgeblich an der Umsetzung der Idee mitwirkte. „Wir glauben aber, dass das den Schülern viel Spaß machen wird.“ An seiner Schule würde Leiter Scholz feststellen, dass – dem modernen Lebensalltag geschuldet – vielen Schülern die Sportlichkeit und Koordinationsfähigkeit mittlerweile fehlen würden. „Mit solchen Aktionen wollen wir die Kinder dem Sport näher bringen und auch die Hemmschwelle nehmen, sich in einem Verein anzumelden“, glaubt er. „Wir sehen die Aktion als Win-Win-Situation, bei der die Vereine, die Schule und die Schüler profitieren.“

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Beim TC Wegberg können bis zu zwölf Schulkinder gleichzeitig trainieren, sie werden dann von mehreren Trainern betreut. „Nach zwei, drei Stunden sind die meisten in der Lage, einen Ball vernünftig zu treffen“, weiß TC-Jugendwartin Eva Kaphahn, „und danach wächst bei vielen dann auch die Lust, weiterzumachen“.

Erst vor kurzem habe es beim TC ein Erfolgserlebnis gegeben, als Amelie Pape, Tochter von Comedian Christian Pape, U14-Vizebezirksmeisterin wurde. „Sie trainiert erst seit einem Jahr richtig und hat jetzt schon gegen deutlich erfahrenere Gegner bestanden“, sagt Trainer und Vereinsvorsitzender Michael Braun. „Darauf sind wir richtig stolz.“ Kaphahn fügt an: „Ihr Vater sagt, dass sie auch viel besser in der Schule ist, seit sie Tennis spielt. Das freut uns natürlich sehr, so etwas zu hören.“

Dieter Finken von der AOK meint: „Wer Sport macht, kommt auch fit durch den Alltag und die Schule. Das Konzept in Wegberg hat uns überzeugt. Deswegen unterstützen wir die Schule und hoffen, dass viele Kinder Spaß am Tennis finden.“

Den drei Schülern, die auf der Anlage schon einmal Probe gespielt haben, hat es bereits gut gefallen. „Wir haben ein paar kleine Übungen gemacht und ein paar Bälle geschlagen“, erzählt Mia Dahmen, die in die 5b geht und vorher noch nie auf einem Tennisplatz stand. Nachdem sie mit ihren Mitschülern Merle Medoch und Adam Braun fein säuberlich den Platz abgezogen hat, sagt sie: „Ich freue mich schon, bald wiederzukommen.“