Grüne lehnen Nebeneinander von Real- und Gesamtschule ab

Mettmann · Die Grünen mahnen eine bedarfsorientierte Planung der Mettmanner Schullandschaft an. Dazu gehört für die Partei eine mindestens sechszügige Gesamtschule, denn schon in diesem Jahr hätten bei fünf Zügen Kinder an der neu gegründeten Gesamtschule abgelehnt werden müssen.

 Mahnt bedarfsorientierte Schulplanung an: der Grüne Nils Lessing.

Mahnt bedarfsorientierte Schulplanung an: der Grüne Nils Lessing.

Foto: "Köhlen, Stephan (teph)"/Köhlen, Stephan (teph)

Zudem müssten mehrere Grundschulen in Mettmann ausgebaut und saniert werden, um dort Schul- und Nachmittagsbetreuungsplätze in ausreichender Zahl anbieten zu können. Für alle diese Projekte müsse die Politik in den nächsten viele Investitionen bewilligen.

Hinzu komme die Diskussion um eine Weiterführung der Realschule. „Ein möglichst vielseitiges Angebot an unterschiedlichen Schulformen ist sicher wünschenswert, allerdings sehen wir keinen Bedarf an einer Weiterführung der Realschule unter den Eltern der Grundschüler“, sagt Nils Lessing, Fraktionschef der Grünen. Er bezieht sich auf die Befragung aller Dritt- und Viertklässlereltern zur Bedarfsermittlungen einer Gesamtschule. Dabei hätten so wenige Eltern die Realschule angekreuzt, dass es nicht einmal zur Bildung einer Einstiegsklasse gereicht hätte. Deshalb sähen die Grünen die Gefahr, dass bei einem positiven Bürgerentscheid für den Erhalt der Realschule viel Geld in deren Fortführung gesteckt werden müsse.

Außerdem könne ein Fortbestand der Realschule zu Bauverzögerungen bei der Gesamtschule führen. Für die Stadtkasse komme der Betrieb von Gesamtschule und Realschule nebeneinander deutlich teurer. Die Grünen geben in ihrer Mitteilung an, sie schätzten die Arbeit der Realschule und wollten den Betrieb dort aufrechterhalten, um ein ruhiges Auslaufen der Schule zu ermöglichen. Unterm Strich aber gebe es aufgrund der Elternbefragung wenig Bedarf für einen Weiterbetrieb. „Wir möchten stattdessen lieber die Gesamtschule so groß bauen, dass dort keine Kinder abgelehnt werden müssen“, so Lessing.