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Verein für Segelflug Krefeld hat seinen Sitz auf dem Egelsberg

Verein für Segelflug Krefeld : Neues Flaggschiff und ein Rekordflug

Die Piloten des Krefelder Vereins für Segelflug warten sehnsüchtig auf sinkende Corona-Zahlen, damit sie wieder ihrem Hobby uneingeschränkt nachgehen können.

Wie viele andere Sportler mussten bisher auch die Segelflugpiloten des Vereins für Segelflug Krefeld (VfS Krefeld) auf den Beginn ihres regulären Segelflugbetriebs auf dem Krefelder Egelsberg warten. Bisher waren nur eingeschränkt Individualflüge ohne weiteren Kontakt zu anderen möglich.  Auch wenn bereits ein Teil der Flugsaison verstrichen ist, blicken die VfS-Piloten voller Hoffnung den nächsten Wochen entgegen, denn schon lange ist alles für den ersehnten Saisonbeginn vorbereitet. So sind die Flugzeuge und Geräte startklar und konnten jetzt endlich im kleinen Personenkreis aufgerüstet und final vorbereitet werden.  Als ein besonderes Highlight startete am Pfingstsonntag, sozusagen vorab zum Auftakt der Flugsaison, das neue Flaggschiff des VfS Krefeld zum ersten Mal in den Krefelder Himmel. Der erste Vorsitzende Ansgar Heitkamp sowie der zweite Vorsitzende, Daniel Heinrichsmeyer ließen es sich nicht nehmen, den neue Hochleistungsdoppelsitzer vom Typ Dou Discus X mit 20 Metern Spannweite zwecks technischer Abnahme auszuprobieren. Beide waren von den hervorragenden Flugeigenschaften und dem einfachen Handling rundum begeistert.

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 Einen weiteren einzigartigen Erfolg konnte darüber hinaus der erst 23-jährige VfS-Pilot Timo Angenendt aus Neukirchen-Vluyn erfliegen. Eigentlich sollte er „nur“ das Flugzeug seines Onkels vom Hersteller in Kirchheim unter Teck abholen und zurück zum Egelsberg bringen. Das Niederrheinwetter am Pfingstsamstag zeigte sich dann aber stürmisch und verregnet, hingegen war für die schwäbischen Alb recht gutes Segelflug-wetter vorhergesagt. Es wäre also zu schade gewesen, den eigenstartfähigen Segler vom Typ Ventus 3 M mit 18 Metern Spannweite im Anhänger zurück in den Regen zu ziehen. Schnell und ohne große Vorbereitung wurde dann telefonisch abgestimmt, dass er den Pfingstsamstag vom Flugplatz Hahnweide (Kirchheim unter Teck) nutzen konnte. Das dies am Ende eines erstaunlich guten Flugtages die bisher längste Segelflugstrecke des jungen VfS-Piloten sein würde, konnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnen. Nach mehr als zehn Stunden landete Timo Angenendt wieder wohlbehalten auf der Hahnweide und legte dabei 1.010,74 Kilometer im motorlosen Flug mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 109 km/h zurück. Dazu muss man wissen, dass 1.000 Kilometer in Segelfliegerkreisen so etwas wie eine magische Grenze sind, die bisher nur wenige VfS-Piloten mit sehr langer Flugerfahrung erreichen konnten. Ein solche Flugleistung mit erst 23 Jahren zu erfliegen, ist somit eine ganz außergewöhnliche Leistung.

Außerdem kann noch von einem weiteren Ausbildungserfolg berichtet werden. Denn innerhalb des VfS Krefeld haben drei weitere Nachwuchspiloten mit Erfolg die Prüfung zum offiziellen Sprechfunkzeugnis für den Flugfunk bestanden. Marc Bangel (Aachen), Bernd Schmitz (Moers) und Gottfried Kern (Duisburg) legten diese Prüfung vor der Bundesnetzagentur ab und sind nun berechtigt, den Funksprechverkehr im Rahmen ihres Flugsports, z. B. bei An- und Abflügen auf große Verkehrsflughäfen, auszuüben.