Krefeld: Adler Königshof II gewinnt Lokalderby gegen Grefrath deutlich mit 38:22

Handball-Verbandsliga : Adler Könighof II überrollt Grefrath

In der Handball-Verbandsliga gab es im Lokalderby gegen die ersatzgeschwächten Gäste einen klaren 38:22-Erfolg.

Zumeist sind Lokalderbys auch in der Handball-Verbandsliga für jeden Verein während der Saison das Salz in der Suppe, manchmal sogar mit einer kleinen Überraschung für den Underdog. Im Falle des Duells zwischen der DJK Adler Königshof II und der Turnerschaft Grefrath war es aber dieses mal nicht so, die Königshofer um ihren Trainer Bodo Leckelt deutlich mit 38:22 (19:12).

„Uns war vor dem Spiel nicht klar, wie die Grefrather auflaufen werden. Aber ich habe meine Jungs unter Druck gesetzt und in jedem Fall ein Sieg gefordert“, hatte der Adler-Trainer im Vorfeld gesagt. Dass die Gäste mit einem letzten Aufgebot von nur elf Spielern antraten, machte die Sache vom Papier her vielleicht einfacher, aber nicht vom Kopf. „Wir haben ja nur drei Einheiten trainieren können und waren da zumeist auch nicht komplett“, erklärte Leckelt die Problematik im eigenen Team. Wohl auch ein Grund, dass er den Halblinken zwei Meter Hünen David Termast zunächst in die Startformation stellte. und die erfahrenen Spieler wie Tim Leigraf und Fabiano Recavarren erstmal auf der Bank ließ.“ Das war eine taktische Maßnahme, David hat in den ersten 15 Minuten voll aufgedreht, danach habe ich die erfahrenen Spieler rein gebracht, um die Kräfte zu bündeln. Und so lief die Partie bis zum Halbzeitstand von19:12 auch ganz nach Wunsch der Königshofer. Ein 3:0-Lauf der Grefrather veranlasste Leckelt dazu Tim Schumacher durch Tim Leigraf zu ersetzen, der im weiteren Verlauf einen wahren Torrausch hatte. „Danach war der Bann zu unseren Gunsten gebrochen“, erkannte Leckelt, der bei Dennis Weber nach seiner Fußverletzung einen Schritt vorwärts zur alten Form attestierte und auch dem A-Jugendlichen Filip Zunic Einsatzzeiten gab. Für Grefrath war die Niederlage mehr als frustrierend, zumal Gereon Heesen nach 40 Minuten verletzt ausschied. „Das Spiel müssen wir abhaken und uns auf nächste Woche konzentrieren“, meinte Marcus Anstötz danach.

Für Zoran Cutura, dem Trainer von der Turnerschaft St. Tönis gab es nach der 26:31-Niederlage gegen de TSV Kaldenkirchen die Schlüsselszene der Partie in der 51. Minute. Bis dato hatten sich beide Teams ein Duell auf Augenhöhe geliefert, allerdings kassierte dann Kai Wingert beim verhindern eines Tempogegenstoßes die Rote Karte. Es war schon die Zweite für St. Tönis, da Niklas Nelson schon in der 15. Minute Rot gesehen hatte. „Wir haben nur vier Rückraumspieler und gegen Ende nur noch sieben Feldspieler gehabt“, haderte Cutura dann doch etwas mit dem Schicksal. Und das zu recht, denn ehe den St. Töniser die Luft ausging, eroberte sein Team geschickt den Ball aus der Deckung.