Turnerschaft Grefrath erwartet ein Kellerduell auf Augenhöhe

Handball-Verbandsliga : Turnerschaft Grefrath erwartet ein Kellerduell auf Augenhöhe

In der Handball-Verbandsliga trifft die von Interimstrainer Markus Knauf betreute Turnerschaft Grefrath auf den punktgleichen SV Neukirchen.

(F.L.) Für Bodo Leckelt gibt es als Trainer von Adler Königshof II in der Handball-Verbandsliga für sein Team derzeit nur eine Meldung: „Wir sind Land unter.“ Gemeint ist damit die Anzahl an Spielern in seiner Mannschaft, die am Samstag um 19.30 Uhr bei Treudeutsch Lank antreten können. Nachdem nun auch Daniel Köffers wegen eines Kapselrisses am Daumen ausfällt, fehlen Leckelt derzeit Spieler, um überhaupt eine konkurrenzfähige Mannschaft aufstellen zu können. „Wir hatten bei Lank um eine Verlegung gebeten, aber das haben die abgelehnt“, sagt Leckelt etwas enttäuscht. So bleibt dem Königshofer Übungsleiter nichts anders übrig, als auf Rückkehrer aus dem Krankenlazarett zu hoffen, oder sich bei der Jugend aus dem eigenen Verein zu bedienen. „Vielleicht heißt unserer Motto ja Jugend trainiert für Olympia“, nimmt er die aktuelle Situation etwas mit Humor.

Für die Turnerschaft Grefrath kommt es dagegen im Heimspiel gegen den SV Neukirchen am Samstag um 17.30 Uhr zu einer richtungsweisenden Partie. Beide Mannschaften zieren mit zwei Pluspunkten als letzter und Vorletzter das Tabellenende, der Sieger kann nach den 60 Minuten wieder den Anschluss nach oben hin auf den rettenden Platz zwölf schaffen. Bei Grefrath hat sich Matthias Leuf wieder fit gemeldet und auch Rechtsaußen Michael Klassen wird im Kellerduell wieder auflaufen. An der Seitenlinie hat sich vornehmlich Markus Knaufs als Interimstrainer herauskristalliert, der von dem spielenden Co-Trainer Marcus Anstötz unterstützt wird. Das Neukirchen im Vorfeld der Saison als Aufstiegskandidat gewettet wurde und nun mitten überrascht doch schon etwas, doch Anstötz ist sich sicher, dass für Grefrath was drin ist: „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe und da werden Kleinigkeiten entscheidend sein.“ Eines dieser Kleinigkeiten könnten die eigenen Fans sein. Um diese auch zahlreich im Rücken zu haben, wurde im Vorfeld kräftig die Werbetrommel geführt.

Bei der Turnerschaft St. Tönis ist deren Trainer Zoran Cutura äußerst froh, dass im Auswärtsspiel beim HC TV Rhede erst am Sonntag um 18.15 Uhr gespielt wird. Wie sein Königshofer Kollege ist auch Cutura nicht zu beneiden, was das Training in dieser Woche angeht. „Bei mir ist seit dieser Woche der komplette Rückraum krankheitsbedingt ausgefallen“, sagt er zu seiner Vorbereitung auf das kommende Spiel. Das einstudieren von Spielzügen war zudem überhaupt nicht möglich, an ein normales Training war gar nicht zu denken. Die St. Töniser wären im Normalfall vor dem Spiel zwar Favorit, unter diesen Voraussetzungen gleicht es dann aber doch eher einem Würfelspiel. „Aufgrund des späten Sonntagsspiel haben wir ja einen Tag mehr an Zeit. Ich hoffe, dass sich bis dahin einige Spieler wieder fit fühlen“, sagt Cutura und hofft, dass am Sonntag dann auch die Kondition über die gesamte Spielzeit ausreichen wird.