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Kalkar Ein Kalkarer Galerist soll gefälschte Bilder verkauft haben

Durchsuchung von Kalkarer Galerie : Kalkar: Galerie soll gefälschte Kunst verkauft haben

In Kalkar wurden eine Galerie und Atelierräume, in Goch und Mülheim Geschäfts- und Wohnräume von der Staatsanwaltschaft durchsucht.

(mgr) Morgens um acht stand die Polizei vor der Tür einer Galerie in Kalkar und weiterer Geschäftsräume der Galeristen: Beamte der Kreispolizei und der Staatsanwaltschaft Kleve durchsuchten die Räume der Kunstgalerie und von zwei Ateliers in Kalkar sowie Wohnungen in Goch und Mülheim.

„Gegen die Betreiber der Galerie besteht der Verdacht des gewerbsmäßigen Betrugs und der Urheberrechtsverletzung“, teilt die Staatsanwaltschaft Kleve mit. Der Vorwurf: „Die Betreiber der Galerie sollen in großem Stil gefälschte Werke eines bekannten deutschen Künstlers aus Berlin an eine Galerie in Süddeutschland verkauft haben“. Der Künstler selbst, so heißt es weiter, soll die gefälschten Exponate in der süddeutschen Galerie entdeckt haben. Nach Angaben der Galeristin aus Süddeutschland beläuft sich die Schadenssumme auf rund 100.000 Euro. „Die Maßnahmen dienen der Auffindung von Beweisen sowie Vermögenswerten, um die aus den Straftaten erlangten Gewinne wieder zu entziehen“, begründet die Staatsanwaltschaft die Hausdurchsuchung und die Sicherstellung von weiteren Kunstwerken aus der Galerie.

Der Kalkarer Galerist zeigte sich von der Hausdurchsuchung völlig überrascht. Er halte die Vorwürfe für „aus der Luft gegriffen“, wie er im Gespräch mit unserer Redaktion mitteilt. Man habe Werke des besagten Künstlers angekauft, Werke des Künstlers in einer Ausstellung gezeigt. Ebenso habe der Künstler Vorworte für Publikationen der Galerie geschrieben, so der Kalkarer Galerist. Die Galerie werde jetzt ebenfalls Rechtsmittel einlegen, sagt er.