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Feuerwehr Düsseldorf: Havarierte Motorjacht sorgt für Großeinsatz auf Rhein

Feuerwehr Düsseldorf : Havarierte Motorjacht sorgt für Großeinsatz auf dem Rhein

Eine mit drei Menschen besetzte Motorjacht trieb am Mittwochabend mehrere Kilometer manövrierunfähig den Rhein in Düsseldorf hinab. An Bord gab es drei Ausfälle nacheinander. Mit mehreren Rettungsbooten konnte der Havarist schließlich geborgen werden.

„Wir bekamen die Meldung um kurz nach 22 Uhr von der Wasserschutzpolizei. Die wiederum wurde von mehreren Bootsführern auf dem Rhein alarmiert,“ sagte Christopher Schuster, Sprecher der Feuerwehr Düsseldorf. Weit gekommen war das Schiff zu dem Zeitpunkt noch nicht. „Losgefahren ist das Boot im Jachthafen Düsseldorf“, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Duisburg.

Zu dem Zeitpunkt trieb das manövrierunfähige Sportboot auf dem Rhein Höhe der Messe Düsseldorf. Einheiten der Feuerwehr Düsseldorf zu Land und zu Wasser wurden zum Einsatzort geschickt sowie weitere Kräfte der Feuerwehr Neuss und Meerbusch alarmiert.

Die ersten Einsatzkräfte vor Ort sahen die rund zehn Meter lange Motorjacht „Alexandra“ in Höhe des Lohauser Deichs, sie trieb mittig im Rheinstrom. „Das hätte durchaus böse enden können“, sagte Schuster. Wäre der Jacht etwa ein Öl- oder Gastanker entgegengekommen, hätte das zu einem folgenschweren Zusammenstoß führen können. „Aber zum Glück ist um die Uhrzeit auf dem Rhein nicht mehr so viel Verkehr“, so der Sprecher.

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Auf der Jacht war es zu einer Reihe von Ausfällen gekommen. Zunächst war der Motor ausgefallen. „Wohl durch einen technischen Defekt“, vermutet Schuster. Kurz darauf versagte das Ruder. „Dann hat die Besatzung den Anker ausgeworfen und gehofft, das Boot so zu stoppen“, sagte Schuster. Aufgrund der Strömung und der zu hohen Geschwindigkeit des Bootes sei dann aber die Ankerkette gerissen. Die Jacht trieb in Folge weiter flussabwärts in Richtung Duisburg.

Zuerst traf das Rettungsboot der Düsseldorfer Taucherstaffel beim Havaristen ein. Mit einem weiteren Rettungsboot der Freiwilligen Feuerwehr Wittlaer sorgten die Einsatzkräfte für ein sicheres Treiben der „Alexandra“ stromabwärts, bis das Feuerlöschboot aus Düsseldorf den Havaristen endgültig sichern konnte. Bis dahin trieb der Verband bestehend aus den zwei Rettungsbooten und dem Motorboot bis unterhalb der Flughafenbrücke der Autobahn 44 ab.

Das Feuerlöschboot aus Düsseldorf brachte den Havaristen sicher in den Jachthafen an der Rotterdamer Straße. Das Einschleppen in den Hafenbereich wurde von einem Löschboot der Feuerwehr Neuss unterstützt.

Anschließend übernahm die Wasserschutzpolizei die Ermittlungen. Deren Sprecher geht ebenfalls von einem technischen Defekt als Ursache aus. „Das müssen unsere Experten jetzt aber noch genau prüfen“, sagte er.

Nach über zwei Stunden war der Einsatz für die Feuerwehr Düsseldorf beendet. Insgesamt 42 Feuerwehr- und Rettungskräfte der Wachen Münsterstraße, Flughafenstraße, Quirinstraße, Hüttenstraße, Posener Straße, der Feuerlöschbootstation sowie der Freiwilligen Feuerwehr Wittlaer waren im Einsatz. Unterstützt wurden sie von den Feuerwehren Neuss und Meerbusch.

(csr)