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Kevelaer: Brand an Wettener Straße - keine Gefahr mehr für Anwohner

Keine Gefahr mehr für Anwohner : Feuerwehr löscht Hallenbrand in Kevelaer

Am Mittwochnachmittag ist die neue Lagerhalle der Firma Klümpen an der Wettener Straße in Brand geraten. Die Feuerwehr rückte mit speziellem Gerät an. Offenbar hatte eine Photovoltaikanlage auf dem Dach Feuer gefangen.

Am Mittwoch gegen 15.40 Uhr ist in einer Lagerhalle für Lederwaren an der Wettener Straße in Kevelaer ein Brand ausgebrochen. Wie die Feuerwehr mitteilte, standen etwa 80 Quadratmeter einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Halle in Flammen. Die Feuerwehr rückte mit mehreren Fahrzeugen an und brachte den Brand nach einigen Minuten unter Kontrolle. Menschen wurden nicht verletzt.

Immens war die Rauchentwicklung: Noch aus weiter Ferne war zu erkennen, dass schwarzer Qualm über der Halle aufstieg. Weil zunächst unklar war, ob durch den Rauch eine Gefahr für Anwohner ausgeht, hatte die Feuerwehr dazu aufgerufen, Fenster und Türen zu schließen.

 Die Feuerwehr rückte mit speziellem Gerät an, um sich Zutritt zum brennenden Dach zu verschaffen.
Die Feuerwehr rückte mit speziellem Gerät an, um sich Zutritt zum brennenden Dach zu verschaffen. Foto: Evers, Gottfried (eve)

Nach zwei Stunden war das Feuer aus, allerdings mussten die Einsatzkräfte die Dachkonstruktion an einigen Stellen öffnen, um Glutnester zu löschen. Zum Einsatz kam auch spezielles Gerät, darunter der Teleskopmast der Feuerwehr Kevelaer. „Mit dem Teleskopmast und einer Drehleiter konnten wir auf dem Dach einen Löschangriff von zwei Seiten starten“, sagte Feuerwehr-Sprecher Markus Rademacher.

Für die Feuerwehrleute war das ein durchaus heikler Einsatz, weil auch brennende Photovoltaikanlagen unter Stromspannung stehen können. Rademacher sprach von bis zu 1000 Volt. „Wir sind für Brände solcher Anlagen speziell geschult und halten beim Löschen einen Sicherheitsabstand zu den Teilen, die Spannung führen.“ Trotz der Gefahr konnten die Einsatzkräfte rasch Herr der Lage werden und größeren Schaden abwenden. „Das Dach ist augenscheinlich nicht einsturzgefährdet“, sagte Rademacher nach Abschluss der Löscharbeiten.

Das dürfte auch die Belegschaft der Firma Klümpen beruhigen. „Die Feuerwehr war schnell da, dadurch wurde Schlimmeres verhindert“, sagte ein Mitarbeiter, noch während die Löscharbeiten liefen. Die Halle hatte das Unternehmen erst im Februar bezogen; nach Auskunft des Mitarbeiters handelt es sich bei dem betroffenen Hallenteil um ein reines Lager.

Die Lederwaren sollen dort luftdicht in festen Kartons verstaut sein, die zusätzlich mit Folien umhüllt sind. Nach Auskunft des Mitarbeiters wurden die Waren so vor heruntertropfendem Löschwasser und dem Brandgeruch geschützt. „Beschädigt ist nur das Dach“, hieß es. „Manche Dachluken sind durchgeschmort, dadurch tropft Wasser ins Innere.“

Wodurch die Photovoltaikanlage in Brand geraten ist, ist noch nicht bekannt. Nach Informationen unserer Redaktion könnten Arbeiten auf dem Dach den Brand ausgelöst haben. Die Details sollen nun Brandermittler klären.