Wirtschaft in Dormagen Bessere Luftqualität durch „Smart Industrial City“

Dormagen · Neben der Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD) und der RWTH Aachen, die sich mit konkreten Ideen und finanziellen Mitteln am Projekt beteiligen, sind aktuell 15 weitere Netzwerkpartner mit an Bord.

(NGZ) Die Initiative zum Förderantrag „Smart Industrial City“ ist aus der kreativen Zusammenarbeit im ChemLab, einem Digitalisierungsprojekt von Stadt Dormagen, Rhein-Kreis Neuss und Chempark-Betreiber Currenta, hervorgegangen. Mit dem jetzt beim Bundes-Innenministerium eingereichten Förderantrag „Smart Industrial City: Nachbarschaft in Echtzeit“, der von der Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (SWD) erarbeitet wurde, soll nahtlos an die effiziente Zusammenarbeit angeknüpft werden. Neben der Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD) und der RWTH Aachen, die sich mit konkreten Ideen und finanziellen Mitteln am Projekt beteiligen, sind aktuell 15 weitere Netzwerkpartner mit an Bord. Darunter kommunale Akteure, wie der Rhein-Kreis und die Stadt Krefeld, Netzwerkverbände, etwa die Metropolregion Rheinland, ChemCologne und die DigiHubs in Köln und Düsseldorf sowie wissenschaftliche Einrichtungen, wie das Fraunhofer FIT oder die Universität Siegen.

Die RWTH Aachen möchte bei positivem Förderbescheid das Thema „Künstliche Intelligenz (KI) für den Umweltschutz“ behandeln. Dabei soll über eine intelligente Verkehrsführung der Verkehrsfluss optimiert und so die Luftqualität verbessert werden. „Feinstaub, Stickoxide und CO2-Emmissionen tragen maßgeblich zur schlechten Luftqualität in Städten bei. Die Ursachen dafür sind vielfältig und unter anderem auch in der Infrastruktur von Städten zu finden. Unser Ziel ist die Optimierung der Luftqualität durch eine bessere Verkehrsführung mittels KI-basierten Ampelschaltungen“, erklärt Professor Thomas Bergs. Die erwarteten vorteilhaften Auswirkungen skizziert er so: „Durch eine Erhöhung der Durchschnittsgeschwindigkeit zunächst des ÖPNV, später aller Verkehrsteilnehmer, erreichen wir im Umkehrschluss weniger Stillstände, weniger Bremsvorgänge, weniger Anfahrvorgänge und eine geringere Verweildauer.“

(cw-)