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Trotz Corona: Dormagens Bäder rüsten sich für Schwimmbetrieb

Freizeit in Dormagen : Bäder rüsten sich für Neustart des Schwimmbetriebs

Für die Zeit nach der Corona-Zwangspause planen Römer-Therme und Stadtbad „Sammys“ eine vorsichtige Öffnung. Die Wiederinbetriebnahme würde beim Freibad am Höhenberg zehn bis zwölf Tage dauern, beim Hallenbad drei bis fünf Tage.

Rainer Lisson drückt es anschaulich aus. „Vor allem unsere Dauergäste lechzen nach Sport und Unterhaltung“, sagt der Sportvorstand beim TSV Bayer Dormagen mit Blick auf die von seinem Verein betriebene Römer-Therme. Doch wegen der Corona-Krise müssen sich die Schwimmer weiter gedulden. Nichtsdestotrotz haben sich die Verantwortlichen beim TSV auf eine Wiedereröffnung vorbereitet. Zehn bis zwölf Tage würde es laut Lisson und dessen TSV-Kollegen Frank Neuenhausen dauern, bis die Römer-Therme im Falle einer Erlaubnis wieder öffnen könnte.

Der Vorlauf ist durch eine Besonderheit bedingt. Denn aus technischen Gründen kann das Hauptbecken nicht längere Zeit ohne Wasser belassen werden. „Sonst entstehen Schäden. Bei kleineren Becken geht das wohl, bei einem in unserer Größenordnung aber nicht“, erklärt Lisson. Bedeutet: Das Ablassen des Wassers und die Reinigung des großen Beckens konnten noch nicht erledigt werden, eine Neubefüllung, die auch Zeit braucht, ohnehin noch nicht.

Fast alles andere aber schon, um die Römer-Therme fit für eine neue Badesaison zu machen. Eine ganze Reihe von Wartungs- und Reinigungsarbeiten hätten die Mitarbeiter bereits vor Ostern geschafft, berichtet Lisson. „Und seit zwei bis drei Wochen werden auch die Außenanlagen soweit gepflegt und in Ordnung gebracht, dass sich Besucher dort wohlfühlen könnten.

Wenn sie denn reindürften. Welche wirtschaftlichen Auswirkungen die Schließung für den TSV und dessen Badbetriebs-Kooperationspartner Stadt Dormagen hat, lässt sich wohl erst annähernd ermitteln, wenn wieder Schwimmgäste zugelassen sind; wahrscheinlich kann sogar erst am Jahresende eine Bilanz erstellt werden. „Wir sparen, wo wir können“, betont Lisson. Klar, die Energiekosten sinken während der Schließungsphase. Dafür gibt es aber auch keine Einnahmen. Wer Kinder zum Schwimmunterricht anmelden wollte, muss längere Zeit warten. „Das Lehrschwimmbecken wird dieses Jahr nicht mehr genutzt werden können, da sehe ich keine Chance mehr“, sagt Lisson.

Auch die Stadtbad- und Verkehrsgesellschaft Dormagen (SVGD) hat sich auf eine Wiederöffnung des Hallenbads „Sammys“ eingerichtet: „Wir haben Pläne für einen Schichtbetrieb mit zeitgleich maximal 40 Besuchern erstellt“, erläutert SVGD-Geschäftsführer Klaus Schmitz. Dazu gehören auch verstärkte Reinigung, Desinfektion und Abstandsregeln. Drei bis fünf Tage Vorlauf bräuchte es bis zur Wiederinbetriebnahme.

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