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Proteste gegen Abtreibungsgesetz: Demos gegen umstrittenen Paragrafen 218 in über 40 NRW-Städten

Paragraf 218 : Proteste gegen umstrittenes Abtreibungsgesetz in über 40 Städten

In mehr als 40 Städten bundesweit ist am Samstag gegen die Kriminalisierung von Schwangerschaftsabbrüchen protestiert worden. Darunter auch Aachen, Wuppertal und Münster.

Anlass war das 150-jährige Bestehen des umstrittenen Paragrafen 218, der seit 1871 Abtreibungen unter Strafe stellt und in modifizierter Form bis heute Gültigkeit hat. In Berlin bildeten etwa 300 Demonstrantinnen und Demonstranten eine Menschenkette um den Reichstag und forderten die Abschaffung des Paragrafen aus dem Strafgesetzbuch.

„218 entmündigt und kriminalisiert Betroffene und Ärztinnen und Ärzte, stigmatisiert sie und behandelt Schwangerschaftsabbrüche weiterhin als großes Tabu“, kritisierte Eva Kubitz von der Kampagne "150 Jahre Widerstand gegen §218 - Es reicht!”. Das sei im Jahr 2021 nicht mehr tragbar.

Menschenketten gab es nach Angaben des bundesweiten Bündnisses für sexuelle Selbstbestimmung auch in Köln auf dem Neumarkt, wo mehrere Hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf Einladung des „Aktionsbündnisses Weg mit §218“ sichere und kostenfreie Schwangerschaftsabbrüche sowie kostenfreie Verhütungsmittel forderten. Auch in Aachen, Wuppertal, Münster und Koblenz gingen Menschen auf die Straße sowie in Hamburg, München, Würzburg, Augsburg, Passau, Offenbach, Landshut, Frankfurt am Main, Kassel, Magdeburg, Heidelberg, Darmstadt, Flensburg und Karlsruhe. In Aachen, Dortmund, Cottbus, Koblenz und Mainz wurden Kleiderbügel in der Stadt verteilt.

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Unterstützt wurden die Proteste von 120 Organisationen, darunter pro familia, Humanistischer Verband Deutschland und die Linkspartei. Eine Anfang März gestartete entsprechende Petition wurde bislang von mehr 38.000 Menschen unterschrieben. Gefordert werden die ersatzlose Streichung des Paragrafen als Straftat und rechtliche Regelungen außerhalb des Strafgesetzbuches.

(chal/epd)