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KFC Uerdingen ohne Torschützen Rijad Kobiljar zum 1. FC Kaiserslautern

Für die Uerdinger geht um Punkte und Verträge : KFC ohne Kobiljar nach Kaiserslautern

Der gegen den MSV Duisburg erfolgreiche Torschütze des KFC Uerdingen ist verletzt und verlängert die Verletztenliste. Beim Traditionsverein in der Pfalz geht es nicht nur um Punkte, sondern auch um neue Verträge.

Rijad Kobiljar war der Held. Nicht nur weil er den Ausgleich gegen den MSV Duisburg erzielt hatte, sondern wegen der Art und Weise. Er hatte den gegnerischen Torhüter Leo Weinkauf erst attackiert und dann düpiert, ihm den Ball abgeluchst und ins leere Tor geschossen. Vielleicht kostet es den Zebras die Meisterschaft, sicherlich dem Torwart eine schlaflose Nacht.

Kobiljar, der in Sarajevo geborene und im Winter zum KFC gekommene, offensive Mittelfeldspieler war happy. „Es war ein schwieriges Spiel, weil Duisburg eine der spielstärksten Mannschaften der Liga ist“, sagte er nach dem Duschen. „Wir wussten aber, dass wir mit unseren Kontern erfolgreich sein können.“ Die Szene zum Ausgleich beschrieb er so: „Ich wusste, dass der Torhüter den Ball nicht lang halten würde, normalerweise spielt er einen schnellen Kurzpass, weswegen ich den Außenverteidiger zustellte. Dann sah ich, dass er die Bewegung nach innen machte, also ging ich drauf, und das hat funktioniert. Ich bin sehr froh über mein erstes Tor für den KFC und dass uns das noch einen Punkt gebracht hat.“

Inzwischen ist die Freude zwar nicht verflogen, aber doch getrübt. Kobiljar wollte am Samstag (14 Uhr) genau da anknüpfen, wo er aufgehört hat: in Kaiserslautern auf Konter lauern und erfolgreich sein. Doch daraus wird nun nichts. Der 24-Jährige erlitt eine Sehnenverletzung im Oberschenkel. Das ist bitter für den kleinen, willensstarken Bosnier, der erst gerade einen Muskelfaserriss auskuriert hatte.

Damit verlängert sich die sowieso schon recht lange Verletztenliste des KFC, denn weiterhin fallen Torhüter Lukas Königshofer, Kapitän Jan Kirchhoff sowie die drei Torjäger Tom Boere, Osayamen Osawe und Adriano Grimaldi aus. Ob der angeschlagene Franck Evina wieder einsatzfähig ist, sollte das Abschlusstraining zeigen: Er saß im Bus, als es am Freitag Nachmittag in Richtung Pfalz.

Während der KFC Uerdingen aller Sorgen ledig sein sollte, benötigt 1. FC Kaiserslautern noch den einen oder anderen Punkt, um den Klassenerhalt endgültig zu sichern. „Auch wenn wir im Niemandsland der Tabelle stehen, so ist das Auftreten der Spieler doch wichtig“, sagt KFC-Trainer Stefan Krämer mit Blick auf die ein Dutzend auslaufenden Verträge. Die restlichen Spiele sollten sie nutzten, um sich beim KFC oder aber auch bei anderen Vereinen zu empfehlen. Krämer erwartet, dass die Gastgeber hochmotiviert sind. „Dass der Verein einen Insolvenzantrag gestellt hat, wird keine negativen Auswirkungen auf die Mannschaft haben“, prognostiziert der Coach. „Wenn überhaupt, wird es den Spielern angesichts der Perspektive einen Schub geben.“