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KFC Uerdingen: 1:3-Pleite gegen 1860 München - das Aus im Aufstiegskampf?

1:3-Niederlage gegen 1860 München : Uerdingen erleidet Rückschlag im Aufstiegskampf

Die erste Niederlage unter dem neuen Trainer Stefan Krämer könnte das Aus für den KFC Uerdingen im Aufstiegskampf bedeuten. Die Mannschaft unterliegt im Verfolgerduell dem TSV 1860 München mit 1:3. Adriano Grimaldi hatte den KFC in Führung gebracht.

Es war ein Schlüsselspiel, es war umkämpft und unansehnlich. Obendrein blieb dem KFC Uerdingen der dringend benötigte Sieg verwehrt. Die 1:3-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten TSV 1860 München trifft die Mannschaft ins Mark und könnte bereits das Aus aller Aufstiegsträume bedeuten.

Trainer Stefan Krämer hatte seine Anfangsformation gegenüber der Begegnung am Freitag in Magdeburg (1:1) auf drei Positionen verändert. Der in Mitteldeutschland eingewechselte Dennis Daube durfte diesmal für Franck Evina von Beginn an ran. Zudem meldete sich Jean-Manuel Mbom, der in den beiden vorherigen Begegnungen wegen Oberschenkelprobleme zugeschaut hatte, wieder rechtzeitig fit. Er kam für Edvinas Girdvainis in die Startelf. Und nach dem Aufwärmen stand nicht etwa wie geplant Tom Boere auf dem Platz, sondern Adriano Grimaldi durfte gegen seinen Ex-Klub 1860 München ran. Hingegen standen Kapitän Jan Kirchhoff, Manuel Konrad, Lukas Königshofer, Rijad Kobiljar und Hakim Guenouche verletzungsbedingt nicht zur Verfügung.

Die Ausgangsposition war klar. Die Uerdinger mussten gegen den zwei Punkte vor ihnen rangierenden, direkten Konkurrenten gewinnen und so den Kontakt zur Spitzengruppe zu wahren. „Wir liegen vier Punkte hinter dem Tabellendritten“, sagte Trainer Krämer. „Das ist zwar nicht die Welt, aber wir sind nicht am Saisonanfang, es werden immer weniger Spiele, die uns bleiben, um den Rückstand wettzumachen.“

So ging es vom Anpfiff weg lautstark und kampfbetont auf dem Spielfeld zu, was für den Spielfluss nicht förderlich war. Längere Ballpassagen waren selten, kleinere Fouls im Eifer des Gefechts hingegen beinahe die Regel. So resultierte der erste Torschuss aus einem Freistoß, den Daube jedoch ans Außennetz setzte. Nach 20 Minuten musste der KFC einen personellen Dämpfer verkraften: Torjäger Osayamen Osawe humpelte vom Feld, und da sich Boere beim Aufwärmen verletzt hatte, kam Evina, was auch eine Systemumstellung zur Folge hatte: von 4-4-2 auf 4-2-3-1.

Es dauerte bis zur 36. Minute, ehe es den zweiten Torschuss gab – aber der saß. Nach einer scharfen Hereingabe von Evina war Grimaldi im Stile eines klassischen Torjägers zur Stelle und drückte den Ball über die Linie. Dann gab es auch endlich den ersten Schuss der Sechziger durch Kapitän Timo Gebhart, doch Torhüter René Vollath parierte. Die Gäste, von denen zuvor offensiv nichts zu sehen war, ergriffen nun die Initiative, doch einen zweiten Torschuss gab es nicht, so dass der KFC mit der Führung in die Pause ging.

Die Gäste übernahmen nach Wiederbeginn die Initiative. In der 57. Minute kamen sie nach einem Freistoß und einem unglücklichen Abpraller von Adam Matuschyk zum Ausgleich durch Kristian Böhnlein. Neun Minuten später wurden die Uerdinger klassisch ausgekontert. Leon Klassen stand allein vor Torhüter Vollath und ließ sich die Chance nicht entgehen.

Die Uerdinger drängten nun auf den Ausgleich, die Müchner Löwen lauerten weiterhin auf Konter. Doch der Ausgleich, den Jean-Manuel Mbom auf dem Fuß hatte, fiel nicht, stattdessen der dritte Treffer der Gäste in der Nachspielzeit durch Elkan Bekiroglu.

Vier Tage bleiben den Uerdingern, um die Wunden zu lecken, Kräfte zu sammeln und sich zu motivieren. Am Sonntag treten sie beim Schlusslicht FC Carl-Zeiss Jena an.