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Gutes Omen: Ali Ibrahimaj ist beim KFC Uerdingen gegen 1860 München dabei

Schlüsselspiel für den KFC : Ali Ibrahimaj ist gegen 1860 München dabei

Die Begegnung ist für den 28 Jahre alten Mittelfeldspieler des KFC Uerdingen ein Schlüsselspiel im Kampf um den Aufstieg in die zweite Liga. Dass er erneut im Kader steht, ist ein gutes Omen.

Ali Ibrahimaj ist guter Dinge. Liebevoll füttert er seinen 13 Monate alten Sohn Mael. „Babya-Pasta“, sagt der stolze Papa und lacht. Endlich wieder. Das war ihm nämlich vergangen, als seit ihn im September 2018 eine Pechsträhne erwischte. Ein Meniskusreinriss und drei Monate später ein Sehnenriss setzten ihn bis zum Sommer 2019 außer Gefecht. Und als er dann endlich wieder einsatzfähig war, wartete er bei Trainer Heiko Vogel vergeblich auf seine Chance. „Er hat mich nicht beachtet“, sagt er rückblickend. Dann übernahm Teamchef Stefan Reisinger die Mannschaft und führte Ibrahimaj wieder heran. Inzwischen ist er wieder fester Bestandteil des Kaders. „Ich bin glücklich, auch wenn mir in manchen Situationen noch etwas die Spielpraxis fehlt.“

Gut möglich, dass er gegen den TSV 1860 München erneut zum Einsatz bekommt. Denn: Immer wenn Ibrahimaj gegen die Sechziger spielt, gewinnt der KFC 1:0. Im August 2018 schoss er an der Grünwalder Straße sogar das Siegtor, beim Rückspiel war er verletzt, aber im Oktober 2019 wieder dabei. „Das ist doch ein gutes Omen“, sagt er und lacht, als er mit dieser kleinen Serie konfrontiert wird.

Die Serie der Münchener Löwen war beeindruckend: 16 Spiele in Folge waren sie ohne Niederlage, ehe sie am Samstag gegen Würzburg 1:2 verloren. „Die Münchner haben eine sehr stabile Mannschaft, die physisch stark ist“, urteilt KFC-Trainer Stefan Krämer. „Sie sind sehr ballsicher und haben oft mit der gleichen Formation gespielt.“ Doch jetzt rechnet er damit, dass die Elf auf zwei, drei Positionen geändert wird – nicht nur weil Torjäger Sascha Mölders wegen der fünften gelben Karte gesperrt ist. „Sie werden sicher frische Kräfte bringen.“

Die Uerdinger auch, obwohl Krämer mit der körperlichen Verfassung seiner Mannschaft vor dem vierten Spiel innerhalb von zehn Tagen sehr zufrieden ist. „Großes Kompliment an die Mannschaft, die das bisher sehr gut verkraftet hat“, sagt der Coach, dem das Offensivspiel und die Chancenverwertung weitaus mehr Kopfzerbrechen bereiten. „1860 wird nicht viel zulassen“, sagt er. „Wir müssen unsere Effektivität verbessern. Schließlich müssen wir das Feld von hinten aufrollen, wenn wir noch eine Chance haben wollen, oben mit zu mischen.“ Deshalb muss gegen München ein Sieg her.

Doch woran liegt es? Und wie kann die Effektivität verbessert werden? „Wenn wir in der Anfangsphase eine große Chance wie in Magdeburg vergeben, kann es nicht an Müdigkeitund daraus resultierender Konzentrationsschwäche liegen. Ich kann den Spielern nur den Rücken stärken, und das tue ich, denn eines ist doch klar: keiner vergibt gerne eine Chance. Also abhaken und weitermachen.“

Auch Ali Ibrahimaj will über die vergebenen Chancen gar nicht mehr groß nachdenken. „Was uns derzeit fehlt, ist etwas Spielglück“, sagt er. „Wir müssen auch mal einen dreckigen Sieg einfahren. Aber ich denke, dass wir auf einen guten Weg sind. Wir haben gegen starke Gegner gespielt und kein Spiel verloren. Wenn wir gegen München gewinnen, sind wir voll im Geschäft. Das ist unser Ziel in dem Schlüsselspiel. Es sind noch genügend Spiele. Mit dem Trainerteam und der Mentalität der Mannschaft kann das klappen.“