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Borussia Mönchengladbach: Stefan Lainer will endlich in die Champions League

Im Kampf um die Champions League : Warum Lainer gerade jetzt so wichtig für Borussia ist

Obwohl er mit RB Salzburg dreimal österreichischer Meister wurde, wartet Stefan Lainer noch immer auf sein Champions-League-Debüt. Nächste Saison soll es das endlich geben – und er wird ein wichtiger Faktor sein, damit Borussia die Qualifikation schafft.

Wie Yann Sommer, Matthias Ginter und Florian Neuhaus (dreimal in der Nachspielzeit ausgewechselt) hat Stefan Lainer alle Partien seit der Corona-Pause über 90 Minuten bestritten. Doch sein Spiel ist aufwendiger als das seiner Kollegen, er ist ein Kämpfer, anders als Ginter und Neuhaus, die eher über die feine Klinge kommen. Doch einen Verschleiß erkennt man bei Lainer keinesfalls, stattdessen wird er stärker, so gut wie gegen Wolfsburg war er länger nicht. Da fightete er nicht nur um jeden Ball, sondern war auch oft Initiator gefährlicher Angriffe.

Vor der Saison hat Marco Rose, der Lainer im Sommer aus Salzburg mitbrachte nach Gladbach, erklärt, dass der Rechtsverteidiger die große Fähigkeit habe, in den letzten Minuten eines Spiels, wenn die anderen Akteure mit ihrer Erschöpfung kämpfen, noch eine Schippe drauflegen zu können. Das gilt aber offenbar nicht nur für eine einzelne Partie, sondern auch für den Saisonverlauf. Und gerade jetzt, wo viele Spieler dem Saisonende aufgrund ihrer schwindenden Kräfte entgegen fiebern, kann er so zur ganz bedeutsamen Figur werden.

„Stevie ist ein wichtiger Faktor für uns, er hat sich gut integriert und ist hier angekommen, er passt gut zu diesem Klub. Wir sind froh, dass wir ihn haben“, sagt Rose, der auch den Leistungswillen des gesamten Teams lobt. „Auch die anderen Jungs geben mir das Gefühl, dass sie noch viel Power ins Spiel bringen. Ich habe den Eindruck, dass alle Spieler alle Körner, die so noch haben, rauspressen. Das wird wichtig sein.“

Lainer ist darin ein Vorbild, an seiner Leidenschaft können sich seine Kollegen orientieren, wenn sie schwächeln sollten. Er hat dem Team in dieser Saison damit mehrfach geholfen, er hat einen großen Anteil daran, dass die Borussen das System Rose so schnell begriffen und umgesetzt haben, so dass sie in den letzten beiden Spielen um die Champions League kämpfen.

Dort hat Lainer trotz seiner Erfolge bei RB Salzburg, mit denen er viermal Meister wurde, noch nie gespielt. Immer scheiterten Lainer und Co. in der anschließenden Champions-League-Qualifikation, und als die Salzburger diesen Umweg nicht mehr gehen mussten und als Meister direkt in die Gruppenphase einzogen, wechselte er nach Gladbach. In der nächsten Saison will er aber endlich sein Debüt in der Königsklasse feiern – auch wenn es Borussia nicht mehr in der eigenen Hand, da Leverkusen vor einer Woche vorbeigezogen ist auf Platz vier.

„Das Wichtigste ist, dass wir auf uns schauen und unsere beiden Aufgaben (in Paderborn und gegen Hertha BSC, Anm. d. Red.) erfolgreich bewältigen. Was auf den anderen Plätzen passiert, können wir ohnehin nicht beeinflussen“, sagte Lainer in einem Interview auf Borussias Internetseite. „Paderborn wird uns trotz des feststehenden Abstiegs sicherlich nichts schenken, dort erwartet uns ein schwieriges Spiel. Daher richten wir unseren Fokus zunächst nur auf diese Partie und wollen dort unbedingt den nächsten Sieg einfahren.“ Dann ertönt für Lainer bald vielleicht erstmals die Champions-League-Hymne.