Gegner von Bayer 04 im Check: FK Krasnodar fehlt die Spielpraxis

In Russland pausiert die Liga bereits seit fast zwei Monaten. Das Team des jungen Trainers Murad Musaev wird gegen Leverkusen zeigen müssen, dass es seine gute Form konservieren konnte. Nicht mithelfen können wird unter anderem ein ehemaliger Düsseldorfer.

Die Mannschaft Die südrussische Mannschaft aus Krasnodar ist nicht im Rhythmus. Mitte Dezember bestritt das Team aus der Millionenstadt nahe des Schwarzen Meeres ihr bislang letztes Pflichtspiel – in der Europa League gegen Sevilla (0:3). In der Liga geht es erst Anfang März weiter. Der junge Trainer Murad Musaev kann immerhin aus dem Vollen schöpfen und muss keine Verletzten beklagen. Lediglich Linksverteidiger Christian Ramirez – einst unter anderem bei Bundesligaaufsteiger Fortuna Düsseldorf unter Vertrag – fehlt nach seiner Gelb-Roten-Karte gegen die mehrmaligen Europa-League-Sieger gesperrt. Top-Scorer ist der Schwede Viktor Claesson, der wettbewerbsübergreifend schon sechs Mal einnetzte und fünf Treffer auflegte. Ebenfalls sicher im Abschluss zeigte sich der gebürtige Brasilianer Ari, der im Sommer vom Traditionsklub Lokomotive Moskau kam und zwischenzeitlich auch für die russische Nationalelf auf Torejagd ging. Ex-Nationalspieler und Mittelfeldstratege Pavel Mamaev fehlt wohl länger: Er sitzt nach einer Schlägerei in Untersuchungshaft.

Die Form In der russischen Liga belegt Krasnodar nicht umsonst einen starken zweiten Rang: Die beste Offensive der Liga (31 Treffer in 17 Spielen) und die drittbeste Defensive (13 Gegentreffer) kommen zusammen und halten den Rückstand auf Spitzenreiter Zenit Sankt Petersburg mit einem Zähler minimal. Vor der Partie gegen Sevilla blieb Musaevs Team immerhin zehn Pflichtspiele in Folge ungeschlagen. Unklar ist, ob sie diese Form konservieren konnten.

Darauf muss Bayer 04 achten Die Fäden im Mittelfeld zieht der Uruguayer Mauricio Pereyra. Inwiefern die Offensive sich auch international weiter beweisen kann, bleibt abzuwarten.

(jim)
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