Bayer 04 Leverkusen: Mit Spiel und Spaß zum Sieg in Mainz

Vier Gründe für den Erfolg : Mit Spiel und Spaß zum Sieg

Das Team von Bayer 04 spielt sich beim 5:1 in Mainz in einen Rausch und befindet sich in der Liga weiter im Aufwind. Der aktuelle Erfolg der Werkself hat mehrere Gründe. Einer davon ist Julian Brandt.

Die Leistung, die Bayer 04 beim 5:1 (4:1)-Erfolg in Mainz zeigte, war fernab davon, perfekt zu sein. Vor allem in der Anfangsphase ließ sich das Team von Trainer Peter Bosz gegen gallige Rheinhessen zu einem offenen Schlagabtausch hinreißen, bei dem auch die Gastgeber mit etwas mehr Konzentration in den entscheidenden Situationen in Führung hätten gehen können. Doch es kam anders: Die Werkself schoss die Tore, stabilisierte sich in der zweiten Halbzeit, ließ Ball und Gegner sehenswert laufen und feierte den dritten Liga-Sieg in Serie. Wir nennen einige Gründe, weshalb es derzeit so gut läuft beim Werksklub.

Effizienz „Wir hatten extrem viele Chancen und dann ist es auch schön, wenn wir die Dinger machen“, sagte Sven Bender. Damit hatte der Abwehrchef von Bayer 04 recht: Sieben Mal schoss die Werkself auf das Mainzer Tor, fünf Mal durften die Leverkusener jubeln. Hatte das Bosz-Team zum Rückrundenauftakt gegen Mönchengladbach (0:1) noch eine Vielzahl guter Chancen ausgelassen, steigerte sich die Mannschaft zuletzt von Spiel zu Spiel. Schon beim 3:1-Erfolg gegen München benötigte Bayer nur vier Schüsse aufs Tor, um den Sieg einzufahren.

Ballsicherheit „Wir haben viel Aufbau und Ballbesitz trainiert. Wir spielen viel mutiger, schneller und lassen die Gegner mehr laufen“, nannte Kai Havertz die Zutaten für den Kantersieg. Leverkusen ließ Mainz vor allem in der zweiten Halbzeit kaum noch an den Ball, verwaltete das Spiel, ohne dabei die Körperspannung zu verlieren. 72 Prozent Ballbesitz über 90 Minuten sind neuer Rekord in dieser Bundesliga-Saison für die Werkself. Allein Innenverteidiger Jonathan Tah spielte 94 erfolgreiche Pässe, was einer Passquote von starken 90 Prozent entspricht.

Julian Brandt „Wir sprühen sehr viel Spielfreude aus. Wie wir momentan zocken, macht schon Spaß“, erklärte der 23-fache deutsche Nationalspieler. Der 22-Jährige war in seinem 200. Pflichtspiel für die Werkself mit zwei Treffern und zwei Torvorlagen maßgeblich am Erfolg unter Flutlicht beteiligt. In seiner neuen Rolle als Achter neben Kai Havertz blüht der Blondschopf unter Bosz auf. In der Zentrale genießt er die Chance, als „Freigeist“ nahezu traumwandlerisch über den Rasen zu jagen und dadurch sich und andere in bessere Schusspositionen zu bringen. „Es ist unglaublich, was er geleistet hat. In der Rückrunde spielt er teilweise weltklasse“, findet auch Brandts Teamkollege und Freund Havertz.

Unberechenbarkeit Für die in den vergangenen drei Liga-Partien erzielten elf Treffer zeichneten gleich sieben unterschiedliche Torschützen verantwortlich: Lucas Alario, Kevin Volland, Leon Bailey, Julian Brandt, Karim Bellarabi, Kai Havertz und Wendell. Damit hat unter anderem jeder der fünf Offensiv-Stammkräfte unter Bosz bereits mindestens ein Mal jubeln dürfen.

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