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Xanten-Lüttingen: Neue Bauvariante für Lüttinger Straße

Stadt überarbeitet Pläne : Neue Bauvariante für Lüttinger Straße

Die ersten Vorschläge waren bei Bürgern und Politik durchgefallen. Daraufhin hat die Stadt die Planung überarbeitet.

Mit einer neuen, vierten Variante für das Neubaugebiet an der Lüttinger Strasse geht die Stadt in die Diskussion mit Politik und Anwohnern. Auf der Wiese gegenüber der Einmündung „Am Lüttinger Feld“ sollen Wohnungen entstehen. Ursprünglich war hier eine nach Ansicht der Anlieger eine zu enge Bebauung geplant worden.

Zwei Vorschläge sahen eine Reihenhaussiedlung mit neun oder zehn Häusern vor, in der dritten Variante war der Bau von zwei Einfamilien- und zwei Mehrfamilienhäusern vorgesehen. Das jedoch stieß auf vehemente Ablehnung der Menschen aus den angrenzenden Einfamilienhäusern. Zu hoch, zu eng, es passe nicht in unsere Umgebung, hieß es in einer Bürgerversammlung. Die Politik stellte sich an die Seite der Anwohner, also erhielt die Stadt den Auftrag, eine weitere Variante zu entwickeln.

Der nun im Bezirksausschuss Lüttingen vorgestellte neue Plan sieht den Bau von fünf Häusern in aufgelockerter Form vor. Sie erscheinen nicht so massiv und sind niedriger. Der Gestaltungsbeirat erwarte von diesen Planungen den geringsten Widerstand, sagte Bürgermeister Thomas Görtz. Er wies aber darauf hin, dass hier nur für wenige Familien Wohnraum geschaffen werde. Dabei werde in Xanten dringend bezahlbarer Wohnraum benötigt. „Ich vermute, dass sich eine aufgelockerte Bebauung auch auf den Baulandpreis niederschlagen werde“, sagte er. „200 Euro plus x wären in diesem Bereich nicht unrealistisch.“

Josef Bours (CDU) machte für seinen Teil direkt deutlich, dass er die neue Variante favorisiert. Die Häuser müssten sich in die Umgebung einpassen. „Bei dieser Argumentation werde ich bleiben.“ Ähnlich sah es Guido Angenendt (SPD), auch wenn er sich grundsätzlich für preiswerte Wohnungen aussprach. Der Sozialdemokrat erinnerte an die Vorgaben des Rates an die Planer, wonach sich die neuen Häuser in den Siedlungscharakter der Umgebung einpassen sollten, und nannte nun die ersten drei Varianten „fast schon einen Affront“.

Der Bau von bezahlbarem Wohnraum sollte im letzten Abschnitt Dombogen berücksichtigt werden, forderte Angenendt. Doch der lässt auf sich warten. Zwar hatte die Stadt nach jahrelangen Verhandlungen ein großes Grundstück erworben, aber Restflächen sind nach wie vor im privaten Eigentum. Die Eigentümer hätten Preisvorstellungen, auf die er sich nicht einlassen werde, erklärte Bürgermeister Görtz. Nur wenn man auf lange Sicht nicht weiterkomme, könne man Teilabschnitte in Angriff nehmen.