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Brücke am Mölleweg in Xanten: Kreis Wesel soll im Streit mit Hülskens entscheiden

Geplantes Bauwerk am Mölleweg : Xanten bittet Kreis Wesel um Entscheidung im Brücken-Streit

Am Mölleweg in Xanten sollte längst eine Brücke stehen. Aber das Unternehmen Hülskens und die Stadt streiten um das Gefälle des Bauwerks. Nun wendet sich Bürgermeister Thomas Görtz an Landrat Ingo Brohl.

Im Streit um die geplante Brücke am Mölleweg in Xanten fordert Bürgermeister Thomas Görtz eine Entscheidung vom zuständigen Kreis Wesel. Er habe Landrat Ingo Brohl deshalb angeschrieben und auch darum gebeten, dass die Belange der Stadt berücksichtigt würden, teilte Görtz mit. Ein baldiger Bau der Brücke läge im Interesse der Bürgerinnen und Bürger.

Görtz reagiert damit auf die Verzögerungen bei der Realisierung des Bauwerks im Lüttinger Feld. Nachdem das Unternehmen Hülskens dort Kies abgegraben hat, ist es dazu verpflichtet, die Fläche zu renaturieren. Dazu gehört auch der Bau einer Brücke, damit der Mölleweg wieder durchgängig befahrbar ist – seit der Auskiesung wird er durch den Baggersee unterbrochen. Die Brücke sollte 2020 fertig sein. Der Bau ist auch schon genehmigt. Aber vor Ort haben die Arbeiten bisher nicht begonnen.

Hülskens hat die Pläne für die Brücke noch einmal überarbeitet und eine neue Genehmigung beim Kreis Wesel beantragt. Das Bauwerk wird tiefer als das Ufer liegen, deshalb wird es ein Gefälle geben. In den neuen Plänen sind es 4,5 statt ursprünglich sechs Prozent. Xanten fordert in einer Stellungnahme an den Kreis Wesel aber ein Gefälle von nur drei Prozent. Auch Menschen, die körperlich beeinträchtigt seien, sollten die Brücke bequem nutzen können, erklärte der Stadtrat.

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Hülskens reagierte darauf mit der Ankündigung, dass die Firma das Gespräch mit der Stadt suchen wolle. Das Unternehmen werde die Brücke so flach wie möglich bauen, könne aber drei Prozent Gefälle nicht garantieren, sagte ein Sprecher. Eine erste Kontaktaufnahme soll es auch gegeben haben. Jedoch habe Hülskens bisher keinen Gesprächstermin vorgeschlagen, es gebe aber auch nichts zu verhandeln, erklärte Görtz. „Wir haben seitens Politik und Verwaltung eine klare Fakten- und Beschlusslage.“ Sollten drei Prozent nicht möglich sein, müsse die Politik erneut darüber beraten. Das sei frühestens im Juni möglich. Zielführender sei es, wenn der Kreis Wesel das Vorhaben auf Grundlage des Antrags von Hülskens und der Stellungnahme von Xanten zügig genehmige und das Unternehmen die Brücke dann auch zeitnah baue.

(wer)