Katholische Kita St. Maria Magdalena soll ausgebaut werden

Kommune und Kirchengemeinde legen Pläne vor : Katholischer Kindergarten wird ausgebaut

In Sonsbeck gibt es zu wenig Kita-Plätze. Die Verwaltung will gegensteuern und plant mit der Kirchengemeinde eine Erweiterung der Kita St. Maria Magdalena an der Spülstraße. Auch eine Interimslösung in der leerstehenden s’Grooten-Schule ist eine Option.

Seit einigen Jahren hat in Nordrhein-Westfalen jedes Kind vom vollendeten ersten Lebensjahr an einen Anspruch auf einen Betreuungsplatz und ab dem vollendeten dritten Lebensjahr einen Anspruch auf einen Platz in einer Kindertageseinrichtung. Das ist Gesetz. Und gilt damit auch für die Gemeinde Sonsbeck.

Doch wie in vielen anderen Kommunen gibt es auch in Sonsbeck derzeit eine Versorgungslücke bei Betreuungsplätzen. Nach Angaben der Verwaltung fehlen im laufenden Kindergartenjahr sechs Plätze in der Ü 3-Betreuung. Und auch beim Kreisjugendamt rechnet man aufgrund der steigenden Geburtenzahlen mit einem Mehrbedarf in den kommenden Jahren. Deswegen will die Gemeindeverwaltung das Problem nun angehen und Lösungen schaffen. Favorisiertes Ziel im Sonsbecker Rathaus ist ein Ausbau des Kindergarten St. Maria Magdalena an der Spülstraße.

Das verkündete Bürgermeister Heiko Schmidt (CDU) jüngst auf der Jahreshauptversammlung der Senioren-Union. Und die Planungen dafür sind schon recht weit gediehen, wie Sonsbecks Pfarrer Günter Hoebertz unserer Redaktion bestätigte. „Die Kommune ist auf uns zugekommen, weil wir hier in Sonsbeck am Limit sind. Und eine Erweiterung liegt auch im Interesse des Bistums. Wir denken darüber nach, zwei bis drei weitere Gruppen einzurichten, um auch in Zukunft flexibel bleiben zu können. Das entspräche etwa 40 bis 60 Kindern – und die brauchen Platz.“

Laut Informationen unserer Redaktion wird bereits am heutigen Freitag ein Architekt seine Pläne vorstellen. Diese sollen dann in allen zu beteiligenden politischen und kirchlichen Gremien diskutiert werden. Möglich wäre demnach, das Kindergarten-Gebäude an der Spülstraße aufzubrechen und mit einem Anbau auf dem angrenzenden Grundstück an der Töpferstraße zu versehen. Auch das Außengelände mit Spielflächen könnte in diesem Zuge erweitert werden.

„Grundsätzlich ist es so, dass wir in Sonsbeck in diesem Bereich nicht so aufgestellt sind, wie wir es uns wünschen würden. Auch wenn es natürlich erfreulich ist, dass die Geburtenzahlen wieder steigen“, sagt Bürgermeister Schmidt. Zwar habe man 2015 bereits im DRK-Kindergarten Lichtgarten eine weitere Gruppe schaffen können, dennoch müsse man jetzt wieder etwas tun. Daher sei man auf die Kirchengemeinde zugegangen und dort auf offene Ohren gestoßen.

Zusätzlich denkt die Kommunalverwaltung derzeit über eine Interimslösung nach, bis die Erweiterungspläne dann auch in die Tat umgesetzt sind. „Fakt ist, dass ein Anbau nicht so schnell stehen könnte, wie wir die Plätze brauchen. Denn schließlich müssen Bistum und Politik den Planungen erst noch zustimmen. Daher könnte es eine Option sein, im derzeit leerstehenden Gebäude der ehemaligen s’Grooten-Hauptschule vorübergehende Betreuungsmöglichkeiten zu schaffen“, erläutert Schmidt.

Entsprechende Details will die Verwaltung im nächsten Schulausschuss, der am Montag, 30. September, um 18 Uhr im Kastell tagt, präsentieren.

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