Schülerbegegnung am Stiftsgymnasium Xanten Blick über den eigenen Tellerrand

Xanten · Xantens Stiftsgymnasium hatte Besuch von Schülern und Lehrern aus Frankreich. Neben dem deutschen Schulalltag und Familienleben lernten die Gäste auch die Stadt bei einer verrückten Rallye besser kennen.

 Die Woche endete mit einer Abschiedsfeier in der Mensa. Die Tische waren mit Flaggen der EU dekoriert – das Gymnasium ist Europaschule.

Die Woche endete mit einer Abschiedsfeier in der Mensa. Die Tische waren mit Flaggen der EU dekoriert – das Gymnasium ist Europaschule.

Foto: Armin Fischer (arfi)

Die Schüler des Stiftsgymnasiums in Xanten hatten länger warten müssen als gedacht. Wegen Corona. Aber Anfang Mai konnte der lang ersehnte Rückbesuch der französischen Gruppe aus Buchy – einer französischen Gemeinde in der Normandie – realisiert werden. Auch wenn die Schülerinnen und Schüler während der Pandemie virtuell Kontakt gehalten hatten, so könne doch nichts ein persönliches Treffen ersetzen, erklärte Schulleiterin Corinna Dickmann: „Die unmittelbare Begegnung und Interaktion von Schülerinnen und Schülern fördert das gegenseitige Verständnis und ermöglicht es, die kulturelle Vielfalt dieser Welt kennen und schätzen zu lernen.“

Die 35 französischen Schülerinnen und Schüler, zwei Lehrerinnen und ein Lehrer aus Buchy wurden herzlich von der Schulgemeinschaft und den Gastfamilien empfangen. Neben dem Schulalltag und dem Familienleben mit abwechslungsreichen Ausflügen und gemeinsamen Aktivitäten lernte die französische Gruppe die Römerstadt am Niederrhein kennen. Ein weiteres Highlight war ein Tagesausflug nach Münster. Lehrer Christoph van Kempen, Koordinator für den Frankreich-Austausch, führte die Schüler mit viel Herzblut durch seine eigene Studentenstadt.

Besonders viel Spaß hatten die französischen Schülerinnen und Schüler bei einer Stadtrallye durch Xanten. Dabei ging es nicht nur darum, Informationen über die Stadt zu ermitteln, sondern auch um kreative Aufgaben wie verrückte Selfies an vorgegebenen Orten zu kreieren. Die französischen Schülerinnen und Schüler traten auch in persönlichen Kontakt mit Anwohnern. So musste ein rohes Ei gekocht, wieder mit zurückgebracht und ein Apfel in einen möglichst wertvollen Gegenstand getauscht werden. Dabei zeigten die Teams vollen Einsatz und brachten zum Beispiel stolz einen Drucker und einen großen Teddybären mit zurück. Bei der Siegerehrung konnten sich die besten Gruppen über Souvenirs aus Xanten freuen.

Die gute Stimmung und Atmosphäre während der Woche führte dazu, dass sich die Schülerinnen und Schüler auch nach dem offiziellen Programm in Gruppen trafen und es bei einer gemeinsamen Abschiedsfeier viel zu berichten gab. „Insgesamt war es ein rundum gelungener und bereichernder Austausch, bei dem viele neue Eindrücke gewonnen und Freundschaften geschlossen wurden“, berichtete van Kempen. „Außerdem wurde das Interesse der Schülerinnen und Schüler geweckt, über den eigenen kulturellen Tellerrand hinaus zu blicken.“

(RP)
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