Große Investitionsprojekte So geht es mit Gymnasium und Gesamtschule in Xanten weiter

Xanten · Der Neubau des Xantener Gymnasiums ist beschlossen. Die Stadt bereitet dafür gerade einen Architektur-Wettbewerb vor. Soweit ist sie bei der Gesamtschule noch nicht. Sie lässt noch die Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Optionen untersuchen.

Das Gymnasium in Xanten soll durch einen Neubau ersetzt werden (Archiv).

Das Gymnasium in Xanten soll durch einen Neubau ersetzt werden (Archiv).

Foto: ja/Arnulf Stoffel (ast)

Es dauert noch, bis das Stiftsgymnasium in Xanten neu gebaut wird. Aber die Stadt will dafür in den nächsten Monaten einen weiteren Schritt nach vorn machen: Der städtische Dienstleistungsbetrieb Xanten (DBX) bereitet gerade den Architektur- und Städtebau-Wettbewerb für den geplanten Neubau vor. Darüber informierte die stellvertretende Leiterin Astrid Fischer in der Verwaltungsratssitzung Ende März.

Demnach wird der DBX dabei von Fachleuten beraten, die Erfahrung mit solchen Wettbewerben, dem Vergaberecht sowie Themen wie Nachhaltigkeit und Städtebau haben. In der nächsten Sitzung des Stadtrats will der Dienstleistungsbetrieb der Politik dann einen Vorschlag für das weitere Verfahren vorlegen, damit sie darüber abstimmt und der Wettbewerb anschließend ausgeschrieben werden kann.

Der Stadtrat hatte im Oktober 2021 den Neubau des Stiftsgymnasiums und dafür die Durchführung eines Architektur- und Städtebau-Wettbewerbs beschlossen. Außerdem beauftragte er die Stadt, die alten Gebäude solange instandzusetzen, bis der Neubau fertiggestellt ist. Konkret wurde festgelegt: „Die Instandhaltung ist auf die nötigen Maßnahmen zu beschränken und so durchzuführen, dass der laufende Schulbetrieb gesichert ist.“

Es handelt sich um einen Grundsatzbeschluss. Die konkreten Planungen kommen noch. Deshalb gibt es auch erst nur eine grobe Kostenschätzung. Demnach könnten für den Neubau rund 38 Millionen Euro fällig werden. Nach dem bisherigen Kenntnisstand muss die Stadt den größten Teil dieser Summe wahrscheinlich über Kredite finanzieren.

Auch die Gebäude der Willi-Fährmann-Gesamtschule (WFG) sollen saniert, modernisiert oder neu gebaut werden. Dazu fehlt aber noch ein Grundsatzbeschluss. Wie der Technische Dezernent Niklas Franke sagte, haben sich die Beratungen verzögert, weil die Gesamtschule zunächst noch in Trägerschaft von Xanten und Sonsbeck war. Die Nachbargemeinde zog sich aber zurück, deshalb musste der gemeinsame Zweckverband erst aufgelöst werden. Seit dem 1. Januar 2022 ist Xanten alleiniger Träger der Gesamtschule.

In diesem Jahr soll die Diskussion über die weitere Entwicklung der WFG fortgesetzt werden. Anfang 2020 hatte ein Architekturbüro dafür mehrere Vorschläge vorgelegt, die entweder eine Erweiterung oder einen Neubau des Fachklassentraktes vorsehen. Die Kosten wurden auf etwa 24 bis 28 Millionen Euro geschätzt, allerdings stammen diese Zahlen von vor zwei Jahren.

Der DBX lasse die verschiedenen Optionen für die Weiterentwicklung der Gesamtschule noch einmal untersuchen, erklärte Fischer in der Verwaltungsratssitzung. Dabei werde die Wirtschaftlichkeit eines Ausbaus oder einer Ertüchtigung der Gebäude berechnet. Dafür sei auch ein Schadstoffgutachten erforderlich. Das koste allerdings Zeit. Deshalb gehe man davon aus, dass der DBX der Politik vermutlich noch nicht im Herbst, sondern erst Ende des Jahres die Ergebnisse der Untersuchungen vorlegen könne, sagte Fischer. Er könne verstehen, dass die Weiterentwicklung von Gymnasium und Gesamtschule parallel laufen sollten, ergänzte Franke. Aber Verwaltung und DBX hätten auch nur begrenzte Kapazitäten.

(wer)