Kreis Viersen: Verlängerung der Regiobahn - der nächste Versuch

Kreis Viersen : Verlängerung der Regiobahn - der nächste Versuch

Politiker aus dem Kreis Viersen sprachen mit Verkehrsminister Wüst über eine Streckenführung der S28 bis nach Viersen

Politiker aus dem Kreis Viersen haben einen gemeinsamen Anlauf unternommen, um die seit Jahren erhoffte Verlängerung der Regiobahn S28 über Kaarst hinaus bis nach Viersen voranzutreiben. Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Stefan Berger (CDU) trafen sich unter anderem Landrat Andreas Coenen (CDU), Viersens Bürgermeisterin Sabine Anemüller (SPD), Willichs Bürgermeister Joseph Heyes (CDU) und der Nettetaler Landtagsabgeordnete Marcus Optendrenk (CDU) im Landtag zu einem Austausch mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU). Gemeinsam wurde über Finanzierungsmöglichkeiten von Projekten, die politische Situation in Berlin und Verhandlungsoptionen mit dem VRR diskutiert.

Seit Jahren ist die Verlängerung der S28 Thema - sie würde für eine deutlich bessere Anbindung des Kreises an die Landeshauptstadt Düsseldorf sorgen und die Autobahnen entlasten. Rund 23.000 Kunden nutzen die S28. Allerdings fehlt der regionale Konsens für das Großprojekt - die Stadt Mönchengladbach erwartet für ihre Zustimmung Gegenleistungen. So lehnt Mönchengladbach eine denkbare Verlängerung der Regiobahn über Viersen hinaus nach Venlo ab. Denn man befürchtet, dass der RE 13, der von Hamm über Mönchengladbach bis Venlo fährt, dann teilweise gestrichen würde. Eine definitive Zustimmung des VRR zum Erhalt der aktuellen Verbindung wird daher in Mönchengladbach als alternativlos angesehen. Ebenso hofft Mönchengladbach auf Unterstützung des Kreises Viersen bei der Verlängerung der S8 von Hagen über Neuss über Mönchengladbach-Hauptbahnhof hinaus - und einen eigenen Haltepunkt an der Hochschule Niederrhein.

"Alle Beteiligten waren sich einig, dass man nicht erst den nächsten ÖPNV-Bedarfsplan in zwei bis drei Jahren abwarten wolle, sondern das Projekt vorab auf den Weg bringen will", erklärte Berger. Coenen übernimmt die Koordination der Kontakte mit Ministerien, Verwaltungen und Politik. Zunächst steht eine Abstimmung mit Viersen, Willich und Mönchengladbach an.

(mrö)
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